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Schilddrüsenwerte zeigen, wie gut die Schilddrüse arbeitet. Ein Bluttest misst TSH, fT3 und fT4, um Über- oder Unterfunktionen frühzeitig zu erkennen.
Schilddrüsenwerte zeigen, wie gut die Schilddrüse arbeitet. Ein Bluttest misst TSH, fT3 und fT4, um Über- oder Unterfunktionen frühzeitig zu erkennen.
Schilddrüsenwerte sind Laborwerte aus dem Blut, die Auskunft über die Funktion der Schilddrüse geben. Die Schilddrüse ist eine schmetterlingsförmige Drüse im Hals, die Hormone produziert, welche den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System, das Nervensystem und viele weitere Körperfunktionen steuern. Eine regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenwerte hilft dabei, Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Der TSH-Wert (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist der wichtigste Screeningwert für die Schilddrüsenfunktion. TSH wird in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet und steuert die Hormonproduktion der Schilddrüse. Ein erhöhter TSH-Wert kann auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) hinweisen, ein erniedrigter Wert auf eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Der Normbereich liegt in der Regel zwischen 0,4 und 4,0 mU/l, kann jedoch je nach Labor leicht abweichen.
fT3 ist das biologisch aktive Schilddrüsenhormon, das direkt auf die Körperzellen wirkt. Es regelt unter anderem den Energiestoffwechsel, die Herzfrequenz und die Körpertemperatur. Der Normbereich liegt meist zwischen 3,1 und 6,8 pmol/l. Erhöhte fT3-Werte kommen häufig bei einer Überfunktion vor, erniedrigte Werte bei einer Unterfunktion oder bei schweren Allgemeinerkrankungen.
fT4 ist die Vorstufe von fT3 und wird in der Schilddrüse produziert. Im Körper wird fT4 bei Bedarf in das aktive fT3 umgewandelt. Der typische Normbereich liegt zwischen 12 und 22 pmol/l. fT4 wird häufig gemeinsam mit TSH bestimmt, um ein vollständiges Bild der Schilddrüsenfunktion zu erhalten.
In bestimmten klinischen Situationen werden zusätzliche Parameter gemessen:
Schilddrüsenwerte werden in folgenden Situationen untersucht:
Ein erhöhter TSH-Wert deutet darauf hin, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Die Hypophyse versucht, durch mehr TSH die Schilddrüse zur Mehrproduktion anzuregen. Typische Ursachen sind Hashimoto-Thyreoiditis, Jodmangel oder eine Schädigung der Schilddrüse nach Operation oder Bestrahlung.
Ein zu niedriger TSH-Wert kann ein Zeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Häufige Ursachen sind Morbus Basedow, autonome Schilddrüsenknoten oder eine zu hohe Dosis an Schilddrüsenhormonen.
Veränderte fT3- oder fT4-Werte bei normalem TSH können auf seltene Schilddrüsenerkrankungen, Medikamentenwechselwirkungen oder Laborbesonderheiten hinweisen. In solchen Fällen ist eine genaue ärztliche Abklärung wichtig.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung:
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