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Eine Sehnenprothese ist ein künstliches Implantat, das eine beschädigte oder gerissene Sehne ersetzt. Sie wird eingesetzt, wenn eine natürliche Heilung nicht möglich ist.
Eine Sehnenprothese ist ein künstliches Implantat, das eine beschädigte oder gerissene Sehne ersetzt. Sie wird eingesetzt, wenn eine natürliche Heilung nicht möglich ist.
Eine Sehnenprothese ist ein medizinisches Implantat, das dazu dient, eine dauerhaft geschädigte, gerissene oder nicht mehr funktionstüchtige Sehne zu ersetzen. Sehnen sind straffe Bindegewebsstrukturen, die Muskeln mit Knochen verbinden und die Übertragung von Kräften bei Bewegungen ermöglichen. Wenn eine Sehne so stark verletzt oder degenerativ verändert ist, dass eine natürliche Heilung oder eine direkte Naht nicht mehr möglich ist, kann eine Sehnenprothese als Ersatz eingesetzt werden.
Eine Sehnenprothese kommt in Betracht, wenn andere Behandlungsmethoden nicht ausreichen oder nicht möglich sind. Typische Anwendungsfälle sind:
In vielen Fällen werden körpereigene Sehnen (autologes Transplantat) oder Spendersehnen (allogenes Transplantat) als natürlicher Sehnenersatz verwendet. Diese gelten streng genommen als biologische Transplantate, werden aber im klinischen Alltag häufig unter dem Begriff Sehnenersatz geführt.
Vollständig künstliche Sehnenprothesen bestehen aus biokompatiblen Materialien wie Polyethylen, Polyester oder moderneren Hochleistungspolymeren. Bekannte historische Beispiele sind das Leeds-Keio-Implantat und das LARS-Ligament-System, das insbesondere beim Kreuzbandriss eingesetzt wird. Synthetische Prothesen bieten den Vorteil, dass keine Entnahmemorbidität (Schaden an der Entnahmestelle) entsteht.
Modernste Ansätze kombinieren bioabbaubare Gerüststrukturen (Scaffolds) mit körpereigenen Zellen, um im Labor Sehnengewebe herzustellen. Diese Technologie befindet sich noch weitgehend in der Forschungsphase, zeigt aber vielversprechende Ergebnisse.
Die Implantation einer Sehnenprothese erfolgt in der Regel in Vollnarkose oder Regionalanästhesie. Der Chirurg entfernt das beschädigte Sehnengewebe und verankert die Prothese an den Knochen- oder Muskelstrukturen. Je nach Lokalisation (z. B. Hand, Schulter, Knie, Fuß) variieren Operationstechnik und Zugangsweg. Minimalinvasive Verfahren (arthroskopische Chirurgie) werden wo möglich bevorzugt.
Die Nachbehandlung ist entscheidend für den Erfolg der Operation. Sie umfasst in der Regel:
Die vollständige Rehabilitation kann je nach Lage und Art der Prothese sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zwischen mehreren Monaten und über einem Jahr dauern.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Implantation einer Sehnenprothese Risiken:
Die Erfolgschancen einer Sehnenprothese hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Lokalisation der Sehne, das verwendete Material, das Alter und der Gesundheitszustand des Patienten sowie die Qualität der postoperativen Rehabilitation. Moderne synthetische und biologische Prothesen bieten in vielen Fällen eine gute Langzeitprognose und ermöglichen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.
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