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Selbstwirksamkeit bezeichnet die Überzeugung eines Menschen, schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.
Selbstwirksamkeit bezeichnet die Überzeugung eines Menschen, schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.
Selbstwirksamkeit (englisch: self-efficacy) beschreibt die innere Überzeugung eines Menschen, dass er durch sein eigenes Handeln in der Lage ist, bestimmte Aufgaben, Herausforderungen oder schwierige Situationen erfolgreich zu bewältigen. Das Konzept wurde maßgeblich vom Schweizer Psychologen Albert Bandura in den 1970er Jahren entwickelt und ist heute ein zentrales Element der modernen Psychologie, der Gesundheitsförderung und der medizinischen Behandlung chronischer Erkrankungen.
Selbstwirksamkeit ist nicht dasselbe wie allgemeines Selbstvertrauen oder Optimismus. Sie bezieht sich konkret auf die Einschätzung einer Person, ob sie über die Fähigkeiten und Ressourcen verfügt, um eine spezifische Handlung erfolgreich auszuführen.
In der Medizin und Gesundheitspsychologie spielt Selbstwirksamkeit eine entscheidende Rolle. Menschen mit einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung:
Eine niedrige Selbstwirksamkeit hingegen kann dazu führen, dass Betroffene Behandlungsempfehlungen nicht umsetzen, Vorsorgeuntersuchungen meiden oder bei Rückschlägen schnell aufgeben.
Albert Bandura beschrieb vier wesentliche Quellen, aus denen Selbstwirksamkeit entsteht:
Die stärkste Quelle. Wer eine Herausforderung erfolgreich gemeistert hat, glaubt eher daran, auch künftige Aufgaben zu bewältigen.
Das Beobachten anderer Personen (sogenannte Modelle), die eine Aufgabe erfolgreich erfüllen, stärkt den eigenen Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit – besonders dann, wenn man sich mit der beobachteten Person identifizieren kann.
Ermutigung und positives Feedback durch andere Menschen (z. B. Ärzte, Therapeuten, Angehörige) kann die Selbstwirksamkeit nachhaltig stärken.
Körperliche Empfindungen wie Herzrasen oder Schweißausbrüche werden von Menschen mit niedriger Selbstwirksamkeit häufig als Zeichen von Schwäche oder Versagen interpretiert. Eine positive Umdeutung dieser Zustände kann die Selbstwirksamkeit fördern.
Selbstwirksamkeit ist keine angeborene, unveränderliche Eigenschaft – sie kann aktiv trainiert und gefördert werden. In der psychologischen und medizinischen Praxis werden dazu verschiedene Methoden eingesetzt:
Eine geringe Selbstwirksamkeit ist eng mit psychischen Erkrankungen wie Depression, Angststörungen und Burnout verknüpft. In der Psychotherapie ist die Steigerung der Selbstwirksamkeit daher ein zentrales Therapieziel. Umgekehrt wirkt eine hohe Selbstwirksamkeit als wichtiger Schutzfaktor (Resilienzfaktor) gegen die Entwicklung psychischer Erkrankungen.
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