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Sermorelin ist ein synthetisches Peptid, das die Ausschüttung von Wachstumshormon anregt. Es wird medizinisch zur Diagnose und Behandlung von Wachstumshormonmangel eingesetzt.
Sermorelin ist ein synthetisches Peptid, das die Ausschüttung von Wachstumshormon anregt. Es wird medizinisch zur Diagnose und Behandlung von Wachstumshormonmangel eingesetzt.
Sermorelin ist ein synthetisch hergestelltes Peptid, das strukturell dem natürlichen Wachstumshormon-Releasing-Hormon (GHRH) des menschlichen Körpers ähnelt. Es besteht aus den ersten 29 Aminosäuren des körpereigenen GHRH und stimuliert die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) zur vermehrten Ausschüttung von Wachstumshormon (GH, Growth Hormone). Sermorelin gehört zur Klasse der GHRH-Analoga und wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt.
Sermorelin bindet an spezifische GHRH-Rezeptoren in der Hypophyse und aktiviert dadurch die somatotropen Zellen, die für die Produktion und Freisetzung von Wachstumshormon verantwortlich sind. Im Gegensatz zur direkten Gabe von rekombinantem Wachstumshormon stimuliert Sermorelin die körpereigene Wachstumshormonproduktion auf physiologische Weise. Durch diesen Mechanismus bleibt die natürliche Rückkopplungsregulation des Körpers weitgehend erhalten, was das Risiko einer Überproduktion von Wachstumshormon reduziert.
Sermorelin wird als Stimulationstest eingesetzt, um die Funktionsfähigkeit der Hypophyse zu prüfen. Nach Injektion von Sermorelin wird die Wachstumshormon-Ausschüttung im Blut gemessen, um einen Mangel zu diagnostizieren oder auszuschließen.
Bei Kindern mit nachgewiesenem Wachstumshormonmangel kann Sermorelin eingesetzt werden, um das Längenwachstum zu fördern. Es stimuliert die Hypophyse zur vermehrten Ausschüttung des körpereigenen Wachstumshormons.
Bei Erwachsenen wird Sermorelin in manchen Ländern zur Behandlung des altersbedingten Rückgangs der Wachstumshormonproduktion sowie zur Unterstützung der Körperzusammensetzung und des Stoffwechsels untersucht und angewendet. Die Zulassungssituation variiert je nach Land.
Sermorelin wird in der Regel als subkutane Injektion (unter die Haut) verabreicht, häufig abends vor dem Schlafengehen, da die natürliche Wachstumshormonausschüttung im Schlaf am stärksten ist. Die genaue Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht, dem Alter und dem therapeutischen Ziel und wird vom behandelnden Arzt individuell festgelegt. Typische Dosierungen liegen im Bereich von 0,2 bis 0,3 mg pro Tag, können jedoch je nach klinischer Situation variieren.
Sermorelin gilt im Allgemeinen als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sermorelin oder einem seiner Bestandteile darf das Präparat nicht angewendet werden.
Sermorelin sollte nicht angewendet werden bei:
Mögliche Wechselwirkungen bestehen mit Glukokortikoiden, Schilddrüsenhormonen, Insulin und anderen Hormonen, die die Wachstumshormonausschüttung beeinflussen können. Eine sorgfältige ärztliche Überwachung ist notwendig.
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