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Sertralin ist ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI, das bei Depressionen, Angststörungen und weiteren psychischen Erkrankungen eingesetzt wird.
Sertralin ist ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI, das bei Depressionen, Angststörungen und weiteren psychischen Erkrankungen eingesetzt wird.
Sertralin ist ein Antidepressivum aus der Wirkstoffklasse der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Es gehört zu den am häufigsten verordneten Psychopharmaka weltweit und ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Sertralin wird unter verschiedenen Handelsnamen angeboten, darunter das bekannteste Originalpräparat Zoloft sowie zahlreiche Generika.
Sertralin ist für eine Reihe von psychiatrischen Erkrankungen zugelassen und wird bei folgenden Diagnosen eingesetzt:
Sertralin wirkt, indem es den Serotonin-Transporter (SERT) im Gehirn hemmt. Serotonin ist ein Botenstoff (Neurotransmitter), der eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Schlaf, Appetit und Angst spielt. Normalerweise wird Serotonin nach seiner Ausschüttung in den synaptischen Spalt wieder in die ausschüttende Nervenzelle aufgenommen. Sertralin blockiert diesen Wiederaufnahmeprozess, sodass mehr Serotonin im synaptischen Spalt verbleibt und länger auf die nachgeschaltete Nervenzelle wirken kann. Dies führt über einen Zeitraum von mehreren Wochen zu einer Verbesserung der Stimmung und einer Reduktion von Angstsymptomen.
Die Dosierung von Sertralin wird individuell vom behandelnden Arzt festgelegt. Typische Dosierungsbereiche sind:
Die Behandlung sollte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abgebrochen werden, da ein abruptes Absetzen ein Absetzsyndrom auslösen kann (z. B. Schwindel, Übelkeit, Reizbarkeit).
Wie alle Medikamente kann Sertralin Nebenwirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen umfassen:
Seltene, aber ernsthafte Nebenwirkungen sind das Serotonin-Syndrom (gefährliche Überaktivität des Serotoninystems, oft durch Wechselwirkungen ausgelöst) sowie ein erhöhtes Blutungsrisiko, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von blutverdünnenden Mitteln oder Schmerzmitteln wie Ibuprofen.
Sertralin kann mit zahlreichen anderen Wirkstoffen interagieren. Besonders wichtig sind:
Die Anwendung von Sertralin in der Schwangerschaft sollte sorgfältig abgewogen werden. Es gibt Hinweise auf ein leicht erhöhtes Risiko für neonatale Anpassungsstörungen beim Neugeborenen, wenn Sertralin in der Spätschwangerschaft eingenommen wird. Der Nutzen für die Mutter muss gegen mögliche Risiken für das Kind abgewogen werden. In der Stillzeit geht Sertralin in geringen Mengen in die Muttermilch über. Eine Entscheidung sollte stets gemeinsam mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.
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