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Der Serumferritinmarker ist ein Laborwert, der den Eisenspeicherstatus des Körpers widerspiegelt. Er dient zur Diagnose von Eisenmangel oder Eisenüberladung.
Der Serumferritinmarker ist ein Laborwert, der den Eisenspeicherstatus des Körpers widerspiegelt. Er dient zur Diagnose von Eisenmangel oder Eisenüberladung.
Der Serumferritinmarker bezeichnet die Messung des Ferritinspiegels im Blutserum. Ferritin ist ein körpereigenes Speicherprotein, das Eisen in einer ungiftigen und biologisch verfügbaren Form bindet und speichert. Die Konzentration von Ferritin im Serum gilt als zuverlässiger Indikator für die gesamten Eisenspeicher des Körpers. Der Test wird routinemäßig in der Diagnostik eingesetzt, um sowohl einen Eisenmangel als auch eine Eisenüberladung (Hämochromatose) zu erkennen.
Ferritin ist in nahezu allen Körperzellen vorhanden, insbesondere in der Leber, der Milz und dem Knochenmark. Es speichert Eisen intrazellulär und gibt es bei Bedarf wieder frei. Ein kleiner Teil des Ferritins gelangt ins Blut und ist dort als Serumferritin messbar. Dieser Serumanteil korreliert eng mit den gesamten Eisenreserven des Organismus, weshalb der Serumferritinmarker als Goldstandard zur Beurteilung des Eisenstatus gilt.
Die Referenzwerte für Serumferritin variieren je nach Alter, Geschlecht und Labor. Allgemein anerkannte Richtwerte sind:
Werte unter dem Referenzbereich weisen auf einen Eisenmangel hin, während stark erhöhte Werte auf eine Eisenüberladung oder eine entzündliche Erkrankung hindeuten können.
Der Serumferritinmarker wird in folgenden klinischen Situationen eingesetzt:
Ein erniedrigter Serumferritinwert (unter ca. 12–30 µg/l, je nach Leitlinie) gilt als sicheres Zeichen für entleerte Eisenspeicher. Dies ist häufig die erste nachweisbare Veränderung bei einem sich entwickelnden Eisenmangel, noch bevor andere Blutparameter wie Hämoglobin abfallen.
Ein erhöhter Ferritinwert kann auf verschiedene Ursachen hinweisen:
Bei erhöhtem Ferritin im Rahmen einer Entzündung spiegelt der Wert nicht zuverlässig den tatsächlichen Eisenstatus wider. In solchen Fällen müssen weitere Parameter wie Transferrinsättigung, löslicher Transferrinrezeptor und CRP hinzugezogen werden.
Der Serumferritinmarker wird in der Regel als Teil eines Eisenstatus-Panels bestimmt, das folgende Parameter umfasst:
Die kombinierte Auswertung dieser Werte ermöglicht eine präzise Einschätzung des Eisenstatus und die Differenzierung zwischen echtem Eisenmangel und funktionellem Eisenmangel bei Entzündung.
Bei nachgewiesenem Eisenmangel erfolgt die Behandlung abhängig von der Ursache und dem Schweregrad:
Bei Hämochromatose oder anderen Formen der Eisenüberladung kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz:
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