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Das Sherren-Dreieck ist ein klinisches Zeichen bei Appendizitis. Es bezeichnet ein dreieckiges Schmerzareal im rechten Unterbauch, das auf eine Entzündung des Blinddarms hinweist.
Das Sherren-Dreieck ist ein klinisches Zeichen bei Appendizitis. Es bezeichnet ein dreieckiges Schmerzareal im rechten Unterbauch, das auf eine Entzündung des Blinddarms hinweist.
Das Sherren-Dreieck ist ein klinisch relevantes Zeichen in der körperlichen Untersuchung des Abdomens. Es beschreibt ein dreieckiges Areal im rechten Unterbauch, das bei einer Appendizitis (Blinddarmentzündung) druckschmerzhaft ist. Das Dreieck wird durch drei anatomische Punkte begrenzt: den McBurney-Punkt, den Lanz-Punkt und den Kümmell-Punkt. Innerhalb dieses Dreiecks befinden sich klassische Druckschmerzpunkte, die bei der klinischen Diagnose einer Appendizitis eine wichtige Rolle spielen.
Die drei Eckpunkte des Sherren-Dreiecks sind:
Das Sherren-Dreieck dient als diagnostisches Hilfsmittel bei der körperlichen Untersuchung von Patienten mit Verdacht auf Appendizitis. Ein Druckschmerz innerhalb dieses Dreiecks erhöht die klinische Wahrscheinlichkeit einer Blinddarmentzündung erheblich. Es handelt sich um ein einfach anzuwendendes, nicht-invasives Untersuchungsmerkmal, das insbesondere in der Notaufnahme und in der Allgemeinchirurgie eingesetzt wird.
Das Sherren-Dreieck wird oft in Kombination mit weiteren klinischen Zeichen der Appendizitis beurteilt, darunter:
Die Appendizitis ist eine der häufigsten chirurgischen Erkrankungen weltweit. Sie entsteht durch eine Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis), der vom Blinddarm (Caecum) abgeht. Typische Symptome sind:
Die Diagnose einer Appendizitis erfolgt klinisch, unterstützt durch Laborwerte (erhöhte Leukozyten, CRP) und bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder CT des Abdomens. Klinische Scores wie der Alvarado-Score oder der Appendizitis-Inflammatorische-Response-Score (AIR) kombinieren körperliche Untersuchungsbefunde – einschließlich der Druckschmerzpunkte im Sherren-Dreieck – mit Laborparametern, um die Diagnosegenauigkeit zu erhöhen.
Die Standardtherapie der akuten Appendizitis ist die operative Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendektomie), die heute meist minimalinvasiv als laparoskopische Appendektomie durchgeführt wird. In unkomplizierten Fällen kann in bestimmten Situationen auch eine konservative Therapie mit Antibiotika erwogen werden.
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