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Shiatsu ist eine japanische Körpertherapie, bei der durch gezielten Fingerdruck auf bestimmte Körperpunkte Blockaden gelöst und das Wohlbefinden gefördert werden soll.
Shiatsu ist eine japanische Körpertherapie, bei der durch gezielten Fingerdruck auf bestimmte Körperpunkte Blockaden gelöst und das Wohlbefinden gefördert werden soll.
Shiatsu (japanisch für „Fingerdruck“) ist eine traditionelle japanische Körpertherapie, die ihren Ursprung in der chinesischen Medizin hat. Bei dieser Methode übt der Therapeut mit Daumen, Fingern, Handballen und gelegentlich Ellbogen oder Knien gezielten Druck auf bestimmte Punkte und Meridiane des Körpers aus. Meridiane sind dabei die in der ostasiatischen Heilkunde angenommenen Energiebahnen des Körpers. Das Ziel ist es, den Energiefluss – im Japanischen als Ki bezeichnet – zu harmonisieren und Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Shiatsu entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert in Japan aus der traditionellen japanischen Massagetechnik Anma sowie aus Einflüssen der klassischen chinesischen Akupressur. Tokujiro Namikoshi gilt als Begründer des modernen Shiatsu und eröffnete 1940 das erste Shiatsu-Institut in Japan. Sein Schüler Shizuto Masunaga entwickelte später den Zen-Shiatsu, der das Meridiansystem stärker einbezieht. Seit den 1970er Jahren hat sich Shiatsu weltweit verbreitet und wird heute in vielen Ländern als komplementare Therapiemethode angewendet.
Aus traditioneller Sicht wirkt Shiatsu, indem es den Fluss von Ki (Lebensenergie) durch die Meridianbahnen reguliert. Blockaden oder Ungleichgewichte im Energiefluss werden als Ursache von Beschwerden angesehen. Durch den gezielten Druck sollen diese Blockaden gelöst und die Energie neu ausgerichtet werden.
Aus moderner, westlicher Sichtweise wird diskutiert, dass Shiatsu über folgende Mechanismen wirken könnte:
Shiatsu wird häufig bei folgenden Beschwerden und Zuständen eingesetzt:
Eine typische Shiatsu-Sitzung dauert zwischen 60 und 90 Minuten. Der Klient liegt in der Regel bekleidet auf einer weichen Matte (Futon) auf dem Boden. Der Therapeut beginnt häufig mit einer kurzen Befragung zum Befinden und tastet anschließend den Bauch (Hara-Diagnose) ab, um den Zustand der Meridiane einzuschätzen. Die Behandlung selbst umfasst sanften bis mittelstarken Druck, Dehnungen und passive Bewegungen. Die Technik ist grundsätzlich angenehm und entspannend, kann jedoch an manchen Stellen ein leichtes Drückgefühl erzeugen.
Die wissenschaftliche Datenlage zu Shiatsu ist noch begrenzt. Einige Studien und systematische Übersichtsarbeiten weisen auf positive Effekte bei Stress, Schmerzen und Schlafqualität hin. Shiatsu gilt allgemein als sicheres Verfahren, wenn es von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt wird. Es wird jedoch nicht als Ersatz für konventionelle medizinische Behandlungen angesehen, sondern als ergänzende Therapie.
In bestimmten Situationen sollte Shiatsu nicht oder nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden:
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