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Silizium ist ein essenzielles Spurenelement, das eine wichtige Rolle beim Aufbau und Erhalt gesunder Knochen spielt. Es fördert die Kollagenbildung und die Mineralisation des Knochengewebes.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenSilizium ist ein essenzielles Spurenelement, das eine wichtige Rolle beim Aufbau und Erhalt gesunder Knochen spielt. Es fördert die Kollagenbildung und die Mineralisation des Knochengewebes.
Silizium (chemisches Symbol: Si) ist das zweithäufigste Element der Erdkruste und kommt im menschlichen Körper als Orthokonkieselsäure (Si(OH)₄) vor, die bioverfügbare Form, die vom Körper aufgenommen und genutzt werden kann. Im Körper findet sich Silizium vor allem in Bindegewebe, Haut, Haaren, Nägeln und insbesondere im Knochengewebe. Als essenzielles Spurenelement wird es über die Nahrung aufgenommen und unterstützt zahlreiche biologische Prozesse.
Silizium gilt als wichtiger Mikronährstoff für den Aufbau und Erhalt eines gesunden Knochenstoffwechsels. Die Knochen bestehen zu einem großen Teil aus einem Mineral-Kollagen-Verbund, und Silizium ist an beiden Komponenten beteiligt:
Erste Hinweise auf die Bedeutung von Silizium für den Knochen stammen aus den 1970er-Jahren, als Carlisle (1970) und Schwarz & Milne (1972) zeigten, dass Silizium-Mangel bei Tieren zu Knochenfehlbildungen und reduziertem Knochenwachstum führt. Neuere Studien am Menschen, darunter eine Analyse der Framingham-Kohorte, belegen einen positiven Zusammenhang zwischen der Silizium-Aufnahme über die Nahrung und der Knochenmineraldichte bei Männern und prämenopausalen Frauen. Ein 2007 veröffentlichter Review in Nutrition & Metabolism bestätigte die biologische Relevanz von Silizium für die Knochengesundheit.
Silizium wird hauptsächlich über pflanzliche Lebensmittel aufgenommen. Gute Quellen sind:
Es gibt derzeit keine offiziell festgelegte Tagesdosis (RDA) für Silizium. Schätzungen zufolge nehmen Erwachsene mit westlicher Ernährung täglich etwa 20–50 mg Silizium über die Nahrung auf. Bei erhöhtem Bedarf, z.B. bei Osteoporose-Risiko oder Knochenschwund, werden Silizium-Präparate angeboten. Typische Dosierungen in Nahrungsergänzungsmitteln liegen zwischen 10 und 30 mg pro Tag, häufig in Form von Orthokonkieselsäure, kolloidalem Silizium oder Bambus-Extrakt (Bambus enthält bis zu 70 % Siliziumdioxid in der Trockenmasse). Eine Überdosierung gilt bei normalen Mengen als unwahrscheinlich, da überschüssiges Silizium über die Nieren ausgeschieden wird.
Personengruppen mit erhöhtem Risiko für einen Silizium-Mangel oder einen erhöhten Bedarf sind:
Silizium gilt in den in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen Dosierungen als gut verträglich und sicher. Siliziumdioxid (SiO₂) als Lebensmittelzusatzstoff (E 551) und lösliches Silizium in organischer Form werden vom Körper unterschiedlich gut aufgenommen. Bisher sind keine relevanten Wechselwirkungen mit Medikamenten bekannt. Personen mit Nierenerkrankungen sollten die Einnahme jedoch mit ihrem Arzt absprechen, da die Ausscheidung über die Nieren erfolgt.