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Die Sinusarrhythmie ist eine unregelmäßige Herzfrequenz, die vom Sinusknoten ausgeht und häufig atemabhängig auftritt. Sie gilt meist als harmlose, physiologische Erscheinung.
Die Sinusarrhythmie ist eine unregelmäßige Herzfrequenz, die vom Sinusknoten ausgeht und häufig atemabhängig auftritt. Sie gilt meist als harmlose, physiologische Erscheinung.
Die Sinusarrhythmie bezeichnet eine unregelmäßige Herzschlagfolge, die ihren Ursprung im Sinusknoten hat – dem natürlichen Schrittmacher des Herzens. Im Gegensatz zu anderen Herzrhythmusstörungen ist die Sinusarrhythmie in den meisten Fällen ein normaler, physiologischer Befund und kein Zeichen einer ernsthaften Erkrankung.
Der Sinusknoten befindet sich im rechten Vorhof des Herzens und gibt den Takt für jeden Herzschlag vor. Bei einer Sinusarrhythmie variiert der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Herzschlägen leicht, ohne dass ein krankhafter Prozess dahinterstecken muss.
Die häufigste Form ist die respiratorische Sinusarrhythmie. Hierbei beschleunigt sich die Herzfrequenz beim Einatmen und verlangsamt sich beim Ausatmen. Dieser Mechanismus entsteht durch den Einfluss des vegetativen Nervensystems, insbesondere des Nervus vagus, auf den Sinusknoten. Die respiratorische Sinusarrhythmie ist besonders bei Kindern, Jugendlichen und gut trainierten Sportlern ausgeprägt und gilt als Zeichen eines gesunden, gut regulierten Herzens.
Seltener tritt die nicht-respiratorische Sinusarrhythmie auf, bei der die Unregelmäßigkeit des Herzrhythmus unabhängig von der Atmung besteht. Diese Form kann gelegentlich mit Erkrankungen des Herzens oder des vegetativen Nervensystems assoziiert sein und sollte ärztlich abgeklärt werden.
Mögliche Ursachen und begünstigende Faktoren der Sinusarrhythmie umfassen:
Die respiratorische Sinusarrhythmie verursacht in der Regel keinerlei Beschwerden. Betroffene bemerken die Herzrhythmusvariation meist nicht. In seltenen Fällen, insbesondere bei ausgeprägten oder nicht-respiratorischen Formen, können folgende Symptome auftreten:
Treten solche Symptome auf, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen, um andere, behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörungen auszuschließen.
Die Diagnose der Sinusarrhythmie wird in erster Linie durch ein Elektrokardiogramm (EKG) gestellt. Im EKG zeigt sich ein typisches Bild: Die P-Wellen sehen normal aus, und die Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen (sogenannte RR-Intervalle) schwanken regelmäßig im Atemrhythmus. Weitere diagnostische Maßnahmen können sein:
Bei der physiologischen, respiratorischen Sinusarrhythmie ist keine Behandlung erforderlich. Sie ist ein Normalbefund und bedarf lediglich der Aufklärung des Betroffenen.
Falls eine nicht-respiratorische Sinusarrhythmie vorliegt oder Grunderkrankungen identifiziert wurden, richtet sich die Behandlung nach der zugrunde liegenden Ursache. Mögliche Maßnahmen umfassen:
Die Prognose der Sinusarrhythmie ist in den meisten Fällen ausgezeichnet. Die respiratorische Form ist vollkommen harmlos und erfordert keine weitere Therapie. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind empfehlenswert, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
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