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Somatische Dysfunktion bezeichnet eine gestörte Funktion von Körperstrukturen wie Muskeln, Gelenken oder Faszien. Sie wird in der Osteopathie und manuellen Medizin diagnostiziert und behandelt.
Somatische Dysfunktion bezeichnet eine gestörte Funktion von Körperstrukturen wie Muskeln, Gelenken oder Faszien. Sie wird in der Osteopathie und manuellen Medizin diagnostiziert und behandelt.
Der Begriff Somatische Dysfunktion bezeichnet eine beeinträchtigte oder veränderte Funktion von Strukturen des Bewegungsapparates sowie des dazugehörigen Nerven- und Gefäßsystems. Betroffen sein können Muskeln, Gelenke, Faszien, Knochen und Bindegewebe. Das Konzept ist besonders in der Osteopathie und der manuellen Medizin (Chirotherapie) verbreitet und bildet dort die Grundlage für Diagnose und Therapie.
Im internationalen Klassifikationssystem ICD-10 wird die somatische Dysfunktion unter dem Code M99 (Biomechanische Funktionsstörungen) geführt. Sie gilt als reversibel, das heißt, sie kann durch gezielte manuelle oder therapeutische Eingriffe behoben werden.
Somatische Dysfunktionen können durch eine Vielzahl von Faktoren entstehen:
Die Beschwerden bei einer somatischen Dysfunktion sind vielfältig und hängen von der betroffenen Körperregion ab. Typische Zeichen sind:
Die Diagnose einer somatischen Dysfunktion erfolgt in erster Linie durch eine klinische Untersuchung. Dabei spielen vier Hauptkriterien eine Rolle, die im englischsprachigen Raum unter dem Akronym TART zusammengefasst werden:
Bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder Ultraschall können ergänzend eingesetzt werden, um strukturelle Ursachen auszuschließen oder zu bestätigen.
Somatische Dysfunktionen gelten als gut behandelbar. Folgende Therapieansätze kommen zum Einsatz:
Die Osteopathische Manipulative Therapie ist ein zentrales Behandlungsverfahren. Dabei setzt der Therapeut gezielte manuelle Techniken ein, um die Beweglichkeit von Gelenken und Geweben wiederherzustellen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen.
Ärztlich ausgebildete Chiropraktiker oder Chirotherapeuten nutzen gezielte Manipulationen und Mobilisationstechniken, um Gelenk- und Wirbelsäulenbefunde zu korrigieren.
Durch Krankengymnastik, Dehnübungen und gezielte Kräftigungsprogramme können muskuläre Dysbalancen ausgeglichen und die Funktion langfristig stabilisiert werden.
Somatische Dysfunktionen werden nicht nur im Bereich des Bewegungsapparates diagnostiziert. In der Osteopathie geht man davon aus, dass Dysfunktionen auch viszerale Organe (Eingeweidedysfunktion) und das kraniosakrale System (Schädel-Kreuzbein-Verbindung) betreffen können. Diese Konzepte sind in der konventionellen Medizin teilweise umstritten, werden aber in ganzheitlichen Behandlungskonzepten angewendet.
Eine frühzeitige Behandlung somatischer Dysfunktionen kann chronischen Schmerzzuständen und sekundären Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Erschöpfung vorbeugen.
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