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Spastik bezeichnet eine krankhafte Muskelsteifigkeit durch erhöhte Muskelspannung infolge einer Schädigung des zentralen Nervensystems. Sie tritt häufig nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder Rückenmarksverletzungen auf.
Spastik bezeichnet eine krankhafte Muskelsteifigkeit durch erhöhte Muskelspannung infolge einer Schädigung des zentralen Nervensystems. Sie tritt häufig nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder Rückenmarksverletzungen auf.
Spastik (medizinisch: Spastizität) ist eine Störung der Muskelspannung, bei der bestimmte Muskeln dauerhaft oder anfallsartig übermäßig angespannt sind. Sie entsteht durch eine Schädigung oder Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), also des Gehirns oder Rückenmarks. Charakteristisch ist ein geschwindigkeitsabhängiger Widerstand beim Dehnen eines Muskels – das heißt, je schneller man versucht, den Muskel zu bewegen, desto stärker ist der Widerstand.
Spastik entsteht, wenn die Nervenbahnen, die die Muskelspannung regulieren (sogenannte motorische Bahnen), beschädigt sind. Häufige Ursachen sind:
Die Symptome der Spastik können von Person zu Person stark variieren. Typische Beschwerden umfassen:
Die Diagnose wird in der Regel durch eine neurologische Untersuchung gestellt. Der Arzt oder die Ärztin prüft dabei die Muskelspannung, die Reflexe und die Beweglichkeit der Gelenke. Zur Beurteilung des Schweregrades wird häufig die Ashworth-Skala oder die Modified Ashworth Scale (MAS) verwendet. Zur Ursachenabklärung können bildgebende Verfahren wie MRT (Magnetresonanztomografie) oder CT (Computertomografie) eingesetzt werden.
Die Behandlung der Spastik ist individuell und richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und den Auswirkungen auf den Alltag. Ziel ist es, die Muskelspannung zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die Bewegungsfähigkeit zu verbessern.
Regelmäßige Physiotherapie ist die Grundlage jeder Spastikbehandlung. Dehnübungen, Lagerungstechniken und gezielte Bewegungstherapie helfen, Kontrakturen zu verhindern und die Beweglichkeit zu erhalten.
Zur Senkung der Muskelspannung können verschiedene Medikamente eingesetzt werden:
Botulinumtoxin (Botox) kann gezielt in überaktive Muskeln injiziert werden, um deren Spannung für mehrere Monate zu reduzieren. Diese Therapie ist besonders bei fokaler Spastik (einzelne Muskelgruppen) wirksam.
In schweren Fällen, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen, können operative Eingriffe wie die selektive dorsale Rhizotomie (Durchtrennung bestimmter Nervenwurzeln) oder orthopädische Korrekturen in Betracht gezogen werden.
Spastik ist in den meisten Fällen eine chronische Erkrankung, die dauerhafter Behandlung bedarf. Mit konsequenter Therapie lässt sich die Lebensqualität der Betroffenen jedoch erheblich verbessern. Eine vollständige Heilung ist nur möglich, wenn die zugrunde liegende Ursache behoben werden kann.
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