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Die Stapesplastik ist ein mikrochirurgischer Eingriff am Mittelohr zur Behandlung der Otosklerose. Dabei wird der verknöcherte Steigbügel durch eine Prothese ersetzt, um das Hörvermögen wiederherzustellen.
Die Stapesplastik ist ein mikrochirurgischer Eingriff am Mittelohr zur Behandlung der Otosklerose. Dabei wird der verknöcherte Steigbügel durch eine Prothese ersetzt, um das Hörvermögen wiederherzustellen.
Die Stapesplastik (auch Stapesoperation oder Stapedoplastik genannt) ist ein mikrochirurgischer Eingriff am Mittelohr. Ziel der Operation ist es, das durch eine Otosklerose beeinträchtigte Hörvermögen wiederherzustellen. Bei der Otosklerose verknöchert der Steigbügel (Stapes) – eines der drei kleinen Gehörknöchelchen im Mittelohr – und verliert dadurch seine Beweglichkeit. Dies führt zu einer fortschreitenden Schallleitungsschwerhörigkeit. Im Rahmen der Stapesplastik wird der verknöcherte Steigbügel entfernt und durch eine winzige Prothese ersetzt, die die Schallübertragung zum Innenohr wieder ermöglicht.
Die häufigste Ursache für eine Stapesplastik ist die Otosklerose, eine Erkrankung, bei der es zu einer abnormen Knochenumbauprozessen im Bereich des Mittelohrs kommt. Dadurch wird der Steigbügel zunehmend im ovalen Fenster – dem Übergang zum Innenohr – fixiert und kann Schallwellen nicht mehr effektiv weiterleiten. Die Erkrankung tritt häufig familiär gehäuft auf und betrifft Frauen häufiger als Männer.
Die Stapesplastik wird in der Regel unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie durchgeführt und dauert typischerweise 30 bis 60 Minuten. Der Eingriff erfolgt ausschließlich unter dem Operationsmikroskop, da die Strukturen des Mittelohrs extrem klein sind.
Bei der klassischen Stapedektomie wird der gesamte Steigbügel entfernt. Die modernere Stapedotomie hingegen belässt die Fußplatte weitgehend und eröffnet lediglich ein kleines Loch (Fenestration), durch das die Prothese eingesetzt wird. Die Stapedotomie gilt heute als Standardverfahren, da sie schonender für das Innenohr ist und ein geringeres Risiko einer sensorineuralen Hörminderung birgt.
Die Stapesplastik ist eines der erfolgreichsten Operationsverfahren in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Bei geeigneten Patienten kann in über 90 % der Fälle eine deutliche Verbesserung des Hörvermögens erzielt werden. Viele Patienten erleben nach dem Eingriff eine nahezu vollständige Normalisierung der Hörfähigkeit. Das Ergebnis bleibt in den meisten Fällen langfristig stabil.
Wie jeder chirurgische Eingriff ist auch die Stapesplastik mit gewissen Risiken verbunden. Diese sind insgesamt selten, sollten aber vor der Operation besprochen werden:
Nach der Operation verbleibt der Patient in der Regel für einen oder zwei Tage in der Klinik. In den ersten Wochen nach dem Eingriff sollte auf körperliche Belastung, Flugreisen und das Schnäuzen der Nase verzichtet werden, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden. Eine erste audiologische Kontrolle (Hörtestung) erfolgt typischerweise nach einigen Wochen. Das endgültige Hörergebnis stabilisiert sich meist innerhalb von zwei bis drei Monaten nach der Operation.
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