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Staphisagria ist ein homöopathisches Mittel aus dem Stephanskraut, das bei emotionalen Verletzungen, Wunden nach Operationen und Harnwegsbeschwerden eingesetzt wird.
Staphisagria ist ein homöopathisches Mittel aus dem Stephanskraut, das bei emotionalen Verletzungen, Wunden nach Operationen und Harnwegsbeschwerden eingesetzt wird.
Staphisagria (auch Staphysagria geschrieben) ist ein homöopathisches Arzneimittel, das aus den Samen der Pflanze Delphinium staphisagria, dem sogenannten Stephanskraut oder Rittersporn, gewonnen wird. Die Pflanze gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in der Mittelmeerregion beheimatet. In der klassischen Homöopathie gilt Staphisagria als eines der bedeutendsten Mittel für emotionale und körperliche Verletzungen.
In der Homöopathie wird davon ausgegangen, dass stark verdünnte Substanzen (Potenzen) ähnliche Symptome lindern können, die sie in unverdünnter Form auslösen würden. Die Samen des Stephanskrauts enthalten in ihrer Rohform das Alkaloid Delphinin sowie andere toxische Verbindungen. In homöopathischen Zubereitungen werden diese Substanzen durch wiederholte Verdünnung und Verschüttelung (Potenzierung) so weit verdünnt, dass keine nachweisbaren Moleküle der Ausgangssubstanz mehr vorhanden sind. Aus schulmedizinischer Sicht gibt es für diese Wirkprinzipien keine wissenschaftliche Evidenz; die homöopathische Verwendung basiert auf dem Konzept des sogenannten Arzneimittelbilds.
Staphisagria wird in der Homöopathie besonders häufig bei Personen eingesetzt, die unter unterdrücktem Ärger, Kränkungen oder emotionalen Verletzungen leiden. Typische Anwendungssituationen umfassen:
Auf körperlicher Ebene wird Staphisagria in der Homöopathie bei folgenden Beschwerden angewendet:
Staphisagria ist in Apotheken in verschiedenen homöopathischen Potenzierungen erhältlich, häufig als:
Gängige Potenzen sind C6, C12, C30 und höhere. Niedrige Potenzen (C6–C12) werden häufig bei akuten Beschwerden empfohlen, höhere Potenzen (C30 und darüber) eher bei chronischen oder tiefer liegenden emotionalen Problemen. Die genaue Dosierung sollte stets mit einem erfahrenen Homöopathen oder einem Arzt abgesprochen werden.
Da homöopathische Zubereitungen von Staphisagria extrem stark verdünnt sind, gelten sie in der Regel als unbedenklich und frei von toxischen Nebenwirkungen. Dennoch gilt zu beachten:
Historisch wurde das Stephanskraut bereits in der Antike als Heilpflanze beschrieben. In unverdünnter Form wurde es äußerlich zur Behandlung von Hautparasiten wie Läusen und Krätze eingesetzt, da das enthaltene Delphinin insektizide Eigenschaften besitzt. Die homöopathische Nutzung geht auf Samuel Hahnemann, den Begründer der Homöopathie, zurück, der das Mittel im 19. Jahrhundert systematisch beschrieben hat.
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