-
DE
Die STAREE-Studie untersuchte, ob hochdosiertes Vitamin D3 bei älteren Erwachsenen das gesunde Überleben ohne Pflegebedürftigkeit verbessern kann.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDie STAREE-Studie untersuchte, ob hochdosiertes Vitamin D3 bei älteren Erwachsenen das gesunde Überleben ohne Pflegebedürftigkeit verbessern kann.
Die STAREE-Studie (STudy of Atorvastatin and vitamins to Reduce Events in the Elderly – später auch bekannt als Vitamin D and omega-3 trial in the elderly) ist eine großangelegte, randomisierte, placebokontrollierte klinische Studie aus Australien. Ihr offizieller Name lautet STAREE (STudy of the cardiovascular, cancer, muscle and cognitive effects of vitamin D supplementation in the Elderly). Die Studie wurde an der Monash University in Melbourne durchgeführt und untersuchte den Einfluss einer hochdosierten Vitamin-D3-Supplementierung auf das gesunde Überleben älterer Erwachsener.
Viele ältere Menschen weisen einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut auf. Laborstudien und Beobachtungsstudien deuteten darauf hin, dass Vitamin D möglicherweise eine schützende Wirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Muskelkraft und kognitive Funktionen haben könnte. Ziel der STAREE-Studie war es, diese Hypothesen in einem rigorosen klinischen Studiendesign zu überprüfen.
Der primäre Endpunkt der Studie war das sogenannte disability-free survival – also das Überleben ohne dauerhafte Pflegebedürftigkeit oder Demenz. Sekundäre Endpunkte umfassten unter anderem Herz-Kreislauf-Ereignisse, Krebserkrankungen, Sturzereignisse, kognitive Funktionen und Muskelfunktion.
Die im Jahr 2023 im New England Journal of Medicine publizierten Hauptergebnisse der STAREE-Studie zeigten:
Die Ergebnisse der STAREE-Studie ergänzen die Befunde anderer großer Vitamin-D-Studien wie der VITAL-Studie (USA) und der D-HEALTH-Studie (Australien). Insgesamt deutet die aktuelle Evidenz darauf hin, dass eine routinemäßige Hochdosis-Vitamin-D-Supplementierung bei älteren Erwachsenen mit ausreichendem Vitamin-D-Spiegel keinen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen bringt.
Für Personen mit klinisch nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel bleibt eine ärztlich begleitete Supplementierung weiterhin medizinisch sinnvoll. Die Studie unterstreicht jedoch die Wichtigkeit, Nahrungsergänzungsmittel nur dann einzusetzen, wenn ein tatsächlicher Bedarf besteht, und generelle Supplementierungsempfehlungen für die Gesamtbevölkerung kritisch zu hinterfragen.
Wenn Sie älter als 60 Jahre sind und über eine Vitamin-D-Ergänzung nachdenken, empfiehlt sich ein Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Ein Bluttest kann zeigen, ob ein tatsächlicher Mangel vorliegt. Eine pauschale Hochdosis-Supplementierung ohne gesicherten Mangel ist nach aktuellem Wissenstand für ältere Erwachsene nicht empfehlenswert.