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Stearidonsäure (SDA) ist eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die in bestimmten Pflanzenölen vorkommt und im Körper zu längerkettigen Omega-3-Fettsäuren umgewandelt wird.
Stearidonsäure (SDA) ist eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die in bestimmten Pflanzenölen vorkommt und im Körper zu längerkettigen Omega-3-Fettsäuren umgewandelt wird.
Stearidonsäure (kurz: SDA) ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure aus der Gruppe der Omega-3-Fettsäuren. Ihre chemische Bezeichnung lautet 18:4(n-3), was bedeutet, dass sie eine Kohlenstoffkette mit 18 Atomen und vier Doppelbindungen besitzt. SDA gilt als Zwischenprodukt im Stoffwechselweg der Omega-3-Fettsäuren und nimmt eine wichtige Brückenfunktion zwischen der pflanzlichen Alpha-Linolensäure (ALA) und den längerkettigen, biologisch hochwirksamen Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) ein.
Stearidonsäure kommt in der Natur in verschiedenen pflanzlichen Quellen sowie in einigen Meerestieren vor. Besonders reich an SDA sind:
Im menschlichen Stoffwechsel wird Alpha-Linolensäure (ALA) durch das Enzym Delta-6-Desaturase in Stearidonsäure umgewandelt. Dieser Schritt ist der geschwindigkeitsbegrenzende Schritt der Omega-3-Umwandlung und verläuft beim Menschen sehr ineffizient. Da Stearidonsäure diesen Flaschenhals umgeht, wird sie vom Körper deutlich effizienter in EPA umgewandelt als ALA.
Studien zeigen, dass die Umwandlungsrate von SDA zu EPA beim Menschen bei etwa 17–30 % liegt – ein erheblich höherer Wert als die typische ALA-zu-EPA-Umwandlung von unter 5 %. Die anschließende Umwandlung zu DHA ist jedoch weiterhin begrenzt.
Omega-3-Fettsäuren, darunter EPA und DHA, sind wissenschaftlich gut belegt für ihre Rolle bei:
Da Stearidonsäure effizienter als ALA in EPA umgewandelt wird, gilt sie als interessante pflanzliche Alternative für Menschen, die keine Fischprodukte konsumieren möchten oder können (z. B. Veganer und Vegetarier).
Es gibt derzeit keine offiziellen Zufuhrempfehlungen speziell für Stearidonsäure von internationalen Gesundheitsbehörden wie der WHO oder der EFSA. In klinischen Studien wurden SDA-angereicherte Pflanzenöle in Mengen von 5–10 g SDA pro Tag eingesetzt, um einen messbaren Anstieg von EPA im Blut zu erzielen. Die Einnahme sollte idealerweise mit einer fetthaltigen Mahlzeit erfolgen, um die Aufnahme zu verbessern.
Stearidonsäure gilt als gut verträglich. Nebenwirkungen sind selten, können aber bei sehr hoher Dosierung umfassen:
Schwangere und stillende Frauen sollten vor der Einnahme von SDA-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln ärztlichen Rat einholen.
Für Menschen, die pflanzliche Ernährungsweisen bevorzugen, stellt SDA eine vielversprechende Ergänzung dar. SDA-angereicherte Pflanzenöle und Nahrungsergänzungsmittel (z. B. auf Basis von Echium- oder Hanföl) werden zunehmend als nachhaltige Alternative zu Fischöl diskutiert. Allerdings ist zu beachten, dass die Umwandlung von SDA zu DHA weiterhin limitiert bleibt, weshalb bei hohem DHA-Bedarf (z. B. in der Schwangerschaft) zusätzliche Quellen wie Algenöl empfohlen werden.
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