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Die Steroidbiosynthese beschreibt die körpereigene Herstellung von Steroidhormonen aus Cholesterin. Sie findet vor allem in Nebennieren, Gonaden und der Leber statt.
Die Steroidbiosynthese beschreibt die körpereigene Herstellung von Steroidhormonen aus Cholesterin. Sie findet vor allem in Nebennieren, Gonaden und der Leber statt.
Die Steroidbiosynthese bezeichnet den biochemischen Prozess, durch den der menschliche Körper Steroidhormone aus dem Ausgangsstoff Cholesterin herstellt. Steroide sind eine Gruppe fettlöslicher Verbindungen mit einem charakteristischen Vierring-Kohlenstoffgerüst (dem Sterangerüst). Zu den wichtigsten Steroidhormonen gehören Glucocorticoide (z. B. Cortisol), Mineralocorticoide (z. B. Aldosteron), Sexualhormone (Östrogene, Androgene, Gestagene) sowie das aktive Vitamin D.
Die Steroidbiosynthese läuft in verschiedenen Geweben des Körpers ab:
Alle Steroidhormone werden aus Cholesterin gebildet. Der erste und geschwindigkeitsbestimmende Schritt ist die Umwandlung von Cholesterin in Pregnenolon. Diese Reaktion findet in den Mitochondrien statt und wird vom Enzym Cytochrom P450scc (auch CYP11A1 genannt) katalysiert. Ein wichtiges Transportprotein, das StAR-Protein (Steroidogenic Acute Regulatory Protein), transportiert Cholesterin in die innere Mitochondrienmembran und ist daher für die Steuerung der Hormonproduktion essenziell.
Aus Pregnenolon entstehen durch weitere enzymatische Schritte verschiedene Steroidklassen. Die wichtigsten Wege sind:
In der Steroidbiosynthese gibt es zwei Hauptrouten: den Delta-5-Weg (über Pregnenolon, DHEA und Androstendiol) und den Delta-4-Weg (über Progesteron und Androstendion). Beide Wege führen letztlich zu den gleichen Endprodukten, sind aber in verschiedenen Geweben unterschiedlich aktiv.
Die Umwandlung der Zwischenprodukte wird durch eine Reihe spezialisierter Enzyme gesteuert:
Die Steroidproduktion wird durch hormonelle Signale präzise gesteuert:
Über negative Rückkopplungsschleifen reguliert der Körper die Hormonspiegel und verhindert eine Über- oder Unterproduktion.
Defekte in einzelnen Enzymen der Steroidbiosynthese führen zu charakteristischen Erkrankungen:
Auch in der Onkologie spielt die Steroidbiosynthese eine Rolle: Beim hormonsensitiven Prostatakarzinom oder beim Mammakarzinom werden Hemmstoffe der Steroidbiosynthese (z. B. Abirateron, Aromatasehemmer) therapeutisch eingesetzt.
Mehrere Medikamente greifen gezielt in die Steroidbiosynthese ein:
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