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Steroidrosazea ist eine durch langfristige Anwendung kortikosteroidhaltiger Cremes ausgelöste Hauterkrankung mit Rötungen, Pusteln und Brennen im Gesicht.
Steroidrosazea ist eine durch langfristige Anwendung kortikosteroidhaltiger Cremes ausgelöste Hauterkrankung mit Rötungen, Pusteln und Brennen im Gesicht.
Die Steroidrosazea ist eine entzündliche Hauterkrankung des Gesichts, die durch die unsachgemäße oder zu langfristige Anwendung von kortikosteroidhaltigen Cremes, Salben oder Lotionen entsteht. Sie ist eine besondere Form der Rosazea – einer chronischen Erkrankung, die die Haut rötet und Gefäßveränderungen verursacht – und wird durch den Missbrauch oder die unkritische Langzeitanwendung von Kortikosteroiden auf der Gesichtshaut ausgelöst oder deutlich verschlechtert.
Diese Erkrankung tritt häufig auf, wenn Kortikosteroid-Präparate ohne ärztliche Aufsicht über Wochen oder Monate im Gesicht angewendet werden. Besonders betroffen sind Wangen, Nase, Kinn und Stirn.
Die Hauptursache der Steroidrosazea ist die wiederholte oder langfristige topische Anwendung von Kortikosteroiden (kortisonhaltigen Mitteln) auf der Gesichtshaut. Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung:
Kortikosteroide verengen zunächst die Blutgefäße in der Haut und unterdrücken Entzündungen. Bei längerer Anwendung kommt es jedoch zu einer Abhängigkeit der Haut: Beim Absetzen des Präparats reagiert die Haut mit verstärkter Rötung und Entzündung (Rebound-Effekt).
Die Symptome der Steroidrosazea ähneln denen der klassischen Rosazea, haben aber einige typische Besonderheiten:
Die Diagnose der Steroidrosazea wird in der Regel klinisch gestellt, das heißt durch eine gründliche Untersuchung der Haut und eine detaillierte Anamnese (Krankengeschichte). Der Dermatologe oder die Dermatologin erfragt dabei insbesondere:
Eine Hautbiopsie ist in der Regel nicht notwendig, kann aber in unklaren Fällen zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen (z. B. periorale Dermatitis, Akne rosacea) durchgeführt werden.
Der wichtigste Therapieschritt ist das schrittweise oder vollständige Absetzen des verursachenden Kortikosteroid-Präparats. Dies muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da es zunächst zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Hauterscheinungen kommen kann (Rebound-Dermatitis).
Je nach Schweregrad können folgende Maßnahmen eingesetzt werden:
Mit konsequenter Therapie und dem dauerhaften Verzicht auf topische Kortikosteroide im Gesicht ist die Prognose der Steroidrosazea in den meisten Fällen gut. Die Haut erholt sich meist innerhalb von Wochen bis Monaten, sofern keine weiteren auslösenden Faktoren bestehen.
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