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Ein Stressulkus ist ein akutes Magengeschwür, das durch schwere körperliche Belastung oder kritische Erkrankungen entsteht. Es kann zu gefährlichen Blutungen im Magen-Darm-Trakt führen.
Ein Stressulkus ist ein akutes Magengeschwür, das durch schwere körperliche Belastung oder kritische Erkrankungen entsteht. Es kann zu gefährlichen Blutungen im Magen-Darm-Trakt führen.
Ein Stressulkus (auch Stressgeschwür genannt) ist eine akute Schädigung der Magenschleimhaut, die im Rahmen schwerer körperlicher Erkrankungen oder intensivmedizinischer Behandlungen auftreten kann. Im Gegensatz zu einem klassischen Magengeschwür, das sich über Wochen oder Monate entwickelt, entsteht ein Stressulkus innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen. Es zählt zu den ernstzunehmenden Komplikationen bei kritisch kranken Patienten und kann ohne rechtzeitige Behandlung zu lebensbedrohlichen Blutungen führen.
Stressulzera entstehen, wenn der Körper unter extremem physiologischem Stress steht. Dieser Stress führt zu einer Minderdurchblutung der Magenschleimhaut sowie zu einem Ungleichgewicht zwischen schützenden und angreifenden Faktoren im Magen.
Stressulzera verlaufen häufig zunächst symptomlos, da kritisch kranke Patienten oft sediert oder nicht in der Lage sind, Schmerzen zu kommunizieren. Erst wenn es zu Komplikationen kommt, werden sie erkannt.
Die Diagnose eines Stressulkus erfolgt in der Regel durch eine Magenspiegelung (Ösophagogastroduodenoskopie, ÖGD). Dabei kann der Arzt die Schleimhautschäden direkt einsehen und gleichzeitig eine Blutung behandeln. Weitere diagnostische Maßnahmen umfassen:
Die wichtigste medikamentöse Maßnahme ist die Hemmung der Magensäureproduktion. Eingesetzt werden vor allem:
Bei aktiver Blutung kann der Arzt im Rahmen der Magenspiegelung direkt eingreifen. Mögliche Maßnahmen sind das Einspritzen von Adrenalin, das Setzen von Clips oder die Verödung der blutenden Gefäße.
In seltenen Fällen, wenn die Blutung endoskopisch nicht gestillt werden kann oder eine Perforation vorliegt, ist ein operativer Eingriff notwendig.
Bei Risikopatienten – insbesondere beatmeten Intensivpatienten und Patienten mit Gerinnungsstörungen – wird eine medikamentöse Stressulkusprophylaxe mit Protonenpumpenhemmern oder H2-Blockern empfohlen, um der Entstehung eines Stressulkus vorzubeugen.
Die Prognose eines Stressulkus hängt stark von der Grunderkrankung und dem Ausmaß der Blutung ab. Bei frühzeitiger Erkennung und konsequenter Behandlung kann die Blutung in den meisten Fällen erfolgreich gestillt werden. Unbehandelt kann ein Stressulkus jedoch lebensbedrohlich sein.
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