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Das Sudan-Ebolavirus (SUDV) ist ein hochgefährlicher Erreger aus der Familie der Filoviridae und verursacht schweres hämorrhagisches Fieber mit hoher Sterblichkeitsrate.
Das Sudan-Ebolavirus (SUDV) ist ein hochgefährlicher Erreger aus der Familie der Filoviridae und verursacht schweres hämorrhagisches Fieber mit hoher Sterblichkeitsrate.
Das Sudan-Ebolavirus (SUDV) ist eine von mehreren Spezies innerhalb der Gattung Orthoebolavirus, Familie Filoviridae. Es gehört zu den Erregern des sogenannten Ebola-Virus-Erkrankung (EVD), einer lebensbedrohlichen viralen hämorrhagischen Fiebererkrankung. Das Virus wurde erstmals 1976 im Zusammenhang mit einem Ausbruch im Sudan (heute Südsudan) identifiziert, der zeitgleich mit dem ersten bekannten Zaire-Ebolavirus-Ausbruch im damaligen Zaire auftrat. Seitdem war das Sudan-Ebolavirus für mehrere weitere Ausbrüche in Ostafrika verantwortlich, darunter ein bedeutender Ausbruch in Uganda im Jahr 2022.
Das Sudan-Ebolavirus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen oder Tiere übertragen. Dazu zählen Blut, Speichel, Schweiß, Urin, Erbrochenes und andere Sekrete. Eine Übertragung durch die Luft ist nicht nachgewiesen. Als natürliches Reservoir gelten Fledermäuse, obwohl dies für SUDV noch nicht abschließend bewiesen ist. Zoonotische Übertragugen von Tieren auf Menschen sind möglich. Innerhalb von Krankenhäusern und Familien kann das Virus bei unzureichendem Infektionsschutz leicht weitergegeben werden.
Die Inkubationszeit beträgt typischerweise 2 bis 21 Tage. Die Erkrankung beginnt oft abrupt mit:
Im weiteren Verlauf können schwere Symptome auftreten, darunter:
Die Sterblichkeitsrate des Sudan-Ebolaviruses liegt je nach Ausbruch zwischen 41 und 65 Prozent und ist damit etwas niedriger als beim Zaire-Ebolavirus, aber dennoch extrem hoch.
Die Diagnose einer Sudan-Ebolavirus-Infektion erfordert spezialisierte Labortests und muss unter höchsten Biosicherheitsbedingungen (BSL-4) durchgeführt werden. Folgende Methoden werden eingesetzt:
Eine klinische Diagnose allein ist aufgrund der Über-lappung der Symptome mit anderen Erkrankungen (z. B. Malaria, Typhus) nicht ausreichend.
Zum heutigen Zeitpunkt gibt es keinen spezifisch zugelassenen antiviralen Wirkstoff gegen das Sudan-Ebolavirus. Die Behandlung erfolgt hauptsächlich unterstützend (supportiv):
Im Gegensatz zum Zaire-Ebolavirus sind die für ZEBOV zugelassenen monoklonalen Antikörper (z. B. Atoltivimab/Maftivimab/Odesivimab oder Ansuvimab) nicht wirksam gegen SUDV, da die Antikörper spezifisch für das Zaire-Glykoprotein sind. In klinischen Studien werden derzeit Impfstoffkandidaten und antivirale Therapeutika speziell gegen das Sudan-Ebolavirus entwickelt und getestet.
Da kein zugelassener SUDV-spezifischer Impfstoff verfügbar ist (Stand 2024 noch in klinischer Erprobung), stützen sich Präventionsmaßnahmen auf:
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