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Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können die Behandlung von Akne unterstützen. Erfahren Sie, welche Supplements wissenschaftlich belegt wirksam sind.
Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können die Behandlung von Akne unterstützen. Erfahren Sie, welche Supplements wissenschaftlich belegt wirksam sind.
Akne (lateinisch: Acne vulgaris) ist eine häufige Hauterkrankung, die entsteht, wenn Haarfollikel durch überschüssiges Talg, abgestorbene Hautzellen und Bakterien – insbesondere Cutibacterium acnes – verstopfen. Sie äußert sich in Mitessern, Pickeln, entzündlichen Knoten und kann Narben hinterlassen. Neben äußerlicher Behandlung gewinnen gezielte Nahrungsergänzungsmittel zunehmend an Bedeutung.
Nahrungsergänzungsmittel können die Aknebehandlung auf verschiedene Weisen unterstützen: Sie wirken entzündungshemmend, regulieren den Hormonhaushalt, reduzieren die Talgproduktion oder stärken die Hautbarriere. Sie ersetzen keine ärztliche Therapie, können diese jedoch sinnvoll ergänzen.
Zink ist eines der am besten untersuchten Nahrungsergänzungsmittel bei Akne. Es hemmt das Wachstum von Akne-Bakterien, wirkt entzündungshemmend und reguliert die Talgproduktion. Zinkgluconat und Zinksulfat sind häufig verwendete Formen. Eine Tagesdosis von 30–45 mg elementarem Zink wird in Studien häufig eingesetzt, sollte jedoch nicht ohne ärztlichen Rat überschritten werden, da hohe Dosen die Kupferaufnahme hemmen können.
Vitamin A ist eine Vorstufe der Retinoide, die in der Dermatologie zur Aknebehandlung eingesetzt werden. Es reguliert die Zellerneuerung der Haut und reduziert die Verhornung der Haarfollikel. Hochdosiertes Vitamin A sollte jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, da es in zu hohen Mengen toxisch ist. Schwangere sollten auf Vitamin-A-Supplements verzichten.
Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA), die in Fischöl oder Algenöl enthalten sind, wirken systemisch entzündungshemmend. Da Akne eine entzündliche Komponente hat, kann eine ausreichende Versorgung mit Omega-3 die Schwere der Akne reduzieren. Empfohlen wird eine tägliche Zufuhr von 1–3 g EPA/DHA.
Ein Mangel an Vitamin D wird mit einem erhöhten Aknerisiko in Verbindung gebracht. Vitamin D besitzt immunmodulierende und entzündungshemmende Eigenschaften. Vor der Supplementierung empfiehlt sich eine Messung des Vitamin-D-Spiegels im Blut. Übliche Dosierungen liegen bei 1.000–4.000 IE täglich.
Nicotinamid, eine Form des Vitamins B3, wirkt entzündungshemmend und kann sowohl äußerlich (topisch) als auch innerlich angewendet werden. Studien zeigen, dass orales Nicotinamid die Entzündungsreaktionen bei Akne mildern kann. Es ist gut verträglich und gilt als sicher in Dosierungen bis zu 1.000 mg täglich.
Probiotika unterstützen das Gleichgewicht der Darmflora (Mikrobiom), das in Zusammenhang mit Hautentzündungen steht. Über die sogenannte Darm-Haut-Achse kann ein gestörtes Darmmikrobiom Akne begünstigen. Lactobacillus- und Bifidobacterium-Stämme werden am häufigsten untersucht und zeigen positive Effekte auf das Hautbild.
Epigallocatechingallat (EGCG) aus Grüntee-Extrakt besitzt ausgeprägte antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Es kann die Talgproduktion hemmen und antibakteriell gegen Cutibacterium acnes wirken. Sowohl topische als auch orale Anwendungen zeigen in Studien positive Effekte.
Selen ist ein essentielles Spurenelement mit antioxidativen Eigenschaften. Es schützt die Hautzellen vor oxidativem Stress und unterstützt entzündungshemmende Prozesse. Eine Supplementierung ist insbesondere bei nachgewiesenem Selenmangel sinnvoll. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 55–200 µg.
Neben Supplements spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Eine Ernährung mit niedrigem glykämischen Index, reich an Gemüse, Hülsenfrüchten und Omega-3-reichen Lebensmitteln wie fettem Fisch, kann die Akne positiv beeinflussen. Milchprodukte und zuckerreiche Lebensmittel hingegen können bei manchen Menschen Akne verschlechtern.
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