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Tachyphylaxie beschreibt den schnellen Wirkverlust eines Medikaments. Besonders relevant bei Nasensprays, Antidepressiva oder Hormonpräparaten.
Tachyphylaxie bezeichnet den raschen Wirkverlust eines Medikaments bei wiederholter Anwendung, oft innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen.
Das Phänomen der Tachyphylaxie unterscheidet sich von einer klassischen Toleranz, die sich schleichender über Wochen entwickelt. Besonders betroffen sind Sympathomimetika (z. B. Nasensprays), aber auch Antidepressiva, Hormonpräparate oder Betablocker.
Der Mechanismus basiert meist auf einer Rezeptor-Desensitivierung oder einer Abnahme verfügbarer Rezeptoren. Das bedeutet: Trotz gleichbleibender Dosis bleibt die gewünschte Wirkung aus. In der Praxis ist das relevant für Patient:innen, die ein Medikament zu häufig oder falsch dosiert anwenden, etwa bei abschwellenden Nasensprays, was zu einem sogenannten Rebound-Effekt führen kann.
Um Tachyphylaxie vorzubeugen, empfehlen Mediziner Therapiepausen, Wechsel auf andere Wirkstoffe oder den Einsatz nicht-medikamentöser Alternativen. Bei Antidepressiva wie SSRI kann das Auftreten von Tachyphylaxie ein Hinweis auf Rezeptorveränderungen im ZNS sein und erfordert oft eine Anpassung der Therapie.
Literaturangaben: