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Taijiquan ist eine traditionelle chinesische Bewegungskunst, die sanfte, fließende Übungen mit Atemtechniken verbindet und zur Förderung von Gesundheit und innerer Balance eingesetzt wird.
Taijiquan ist eine traditionelle chinesische Bewegungskunst, die sanfte, fließende Übungen mit Atemtechniken verbindet und zur Förderung von Gesundheit und innerer Balance eingesetzt wird.
Taijiquan (auch geschrieben als Tai Ji Quan oder Tai-Ji-Quan) ist eine jahrtausendealte chinesische Bewegungskunst, die ihren Ursprung in der daoistischen Philosophie und den chinesischen Kampfkünsten hat. Der Name setzt sich aus den Begriffen Taiji (das Prinzip des Gleichgewichts zwischen Yin und Yang) und Quan (Faust, im Sinne von Kampfkunst) zusammen. Heute wird Taijiquan weltweit vor allem als gesundheitliche Bewegungstherapie praktiziert und ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Die Bewegungen des Taijiquan sind fließend, langsam und bewusst ausgeführt. Sie werden mit kontrollierter Atmung und mentaler Konzentration kombiniert. Taijiquan eignet sich für Menschen aller Altersgruppen und Fitnessniveaus, da die Übungen gelenkschonend und anpassungsfähig sind.
Die Geschichte des Taijiquan reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Verschiedene Schultraditionen – darunter die Chen-Stil, Yang-Stil, Wu-Stil und Sun-Stil – haben sich im Laufe der Zeit entwickelt. Der Yang-Stil ist heute die weltweit am meisten verbreitete Form und zeichnet sich durch besonders sanfte, ausladende Bewegungen aus. Im Jahr 2020 wurde Taijiquan von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.
Gemäß der TCM fließt durch den menschlichen Körper eine Lebensenergie, die als Qi bezeichnet wird. Taijiquan soll diesen Energiefluss harmonisieren und Blockaden lösen. Aus westlich-wissenschaftlicher Sicht wirkt Taijiquan über folgende Mechanismen:
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen positive Auswirkungen von Taijiquan auf verschiedene Gesundheitsbereiche:
Besonders bei älteren Menschen konnte gezeigt werden, dass regelmäßige Taijiquan-Praxis das Sturzrisiko signifikant reduziert. Dies ist auf die verbesserte Balance, Propriozeption (Wahrnehmung der Körperposition) und Beinstärke zurückzuführen.
Studien zeigen, dass Taijiquan den Blutdruck senken, die Herzfrequenz stabilisieren und die allgemeine kardiovaskuläre Funktion verbessern kann.
Taijiquan wirkt nachweislich stressreduzierend und kann Symptome von Angst und Depression lindern. Die Kombination aus Bewegung, Atemkontrolle und Achtsamkeit fördert das allgemeine Wohlbefinden.
Es gibt Hinweise darauf, dass Taijiquan bei chronischen Schmerzen, Fibromyalgie, Arthritis und Osteoporose Linderung bringen kann. Auch bei Erkrankungen wie Parkinson und Multiple Sklerose wird Taijiquan therapeutisch eingesetzt.
Taijiquan wird typischerweise in Gruppen- oder Einzelstunden erlernt. Ein typisches Training umfasst:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Taijiquan ausdrücklich als Teil eines aktiven und gesunden Lebensstils, insbesondere für ältere Erwachsene.
Taijiquan gilt als sehr sichere Bewegungsform mit einem äußerst geringen Verletzungsrisiko. Dennoch sollten Menschen mit bestimmten Beschwerden Rücksprache mit einem Arzt halten, bevor sie beginnen:
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