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Talgdrüsensekret ist die fettige Substanz, die von den Talgdrüsen der Haut produziert wird. Es schützt die Haut und Haare vor Austrocknung und wirkt als natürliche Schutzbarriere.
Talgdrüsensekret ist die fettige Substanz, die von den Talgdrüsen der Haut produziert wird. Es schützt die Haut und Haare vor Austrocknung und wirkt als natürliche Schutzbarriere.
Talgdrüsensekret, auch als Sebum bezeichnet, ist ein komplexes Gemisch aus Lipiden (Fetten), das von den Talgdrüsen der Haut produziert und abgesondert wird. Diese Drüsen befinden sich fast überall am Körper, besonders zahlreich jedoch im Gesicht, auf der Kopfhaut, am Rücken und an der Brust. Das Sekret gelangt über die Haarfollikel an die Hautoberfläche und bildet dort zusammen mit Schweiß den sogenannten Säureschutzmantel der Haut.
Talgdrüsensekret besteht aus einem Gemisch verschiedener Lipide, darunter:
Diese Zusammensetzung ist individuell verschieden und wird durch genetische, hormonelle und umweltbedingte Faktoren beeinflusst.
Das Talgdrüsensekret übernimmt wichtige Schutz- und Regulationsfunktionen für die Haut:
Die Produktion von Talgdrüsensekret wird hauptsächlich durch Hormone gesteuert. Besonders Androgene (männliche Geschlechtshormone wie Testosteron und Dihydrotestosteron) regen die Talgdrüsen zur vermehrten Produktion an. Deshalb steigt die Talgproduktion in der Pubertät deutlich an, wenn der Androgenspiegel erhöht ist. Weitere Einflussfaktoren sind:
Eine zu hohe Produktion von Talgdrüsensekret wird als Seborrhoe bezeichnet. Die Haut wirkt fettig und glänzend. Seborrhoe ist ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Akne vulgaris, da überschüssiger Talg die Poren verstopfen kann. In Kombination mit einer Besiedelung durch das Bakterium Cutibacterium acnes (früher: Propionibacterium acnes) entstehen Entzündungen, Mitesser und Pickel.
Eine zu geringe Talgproduktion führt zu trockener Haut (Sebostase). Die Haut verliert an Elastizität, wird spröde und ist anfälliger für Irritationen und Infektionen. Dies tritt häufig im Alter auf, wenn die Hormonproduktion zurückgeht, aber auch bei bestimmten Hauterkrankungen oder durch aggressive Reinigungsprodukte.
Störungen im Talgdrüsensekret sind auch mit seborrhoischer Dermatitis, einer schuppenden, geröteten Hauterkrankung, sowie mit Rosazea und anderen Hauterkrankungen assoziiert.
Die Talgproduktion kann mit einem sogenannten Sebumeter gemessen werden. Dabei wird ein spezielles Band auf die Haut aufgelegt, das die Fettmenge auf der Hautoberfläche misst. Diese Methode ist schmerzlos und wird in der Dermatologie und Kosmetikforschung eingesetzt. Zusätzlich kann eine Hautbiopsie zur genauen Analyse der Talgdrüsenfunktion beitragen.
Je nach Ursache und Art der Störung stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung:
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