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Talgdrüsensuppression bezeichnet die Hemmung der Talgproduktion in der Haut. Sie ist ein zentrales Therapieziel bei Akne und fettiger Haut.
Talgdrüsensuppression bezeichnet die Hemmung der Talgproduktion in der Haut. Sie ist ein zentrales Therapieziel bei Akne und fettiger Haut.
Die Talgdrüsensuppression bezeichnet die gezielte Hemmung oder Reduzierung der Aktivität der Talgdrüsen (Glandulae sebaceae) in der Haut. Talgdrüsen produzieren Sebum (Talg), ein fettiges Sekret, das die Haut und Haare schützt und geschmeidig hält. Eine übermäßige Talgproduktion – auch als Seborrhö bezeichnet – kann jedoch zu Hautproblemen wie Akne, verstopften Poren und fettig glänzender Haut führen. Die Talgdrüsensuppression ist daher ein wichtiges Behandlungsziel in der Dermatologie.
Bevor eine Talgdrüsensuppression eingeleitet wird, ist es wichtig, die Ursachen der übermäßigen Talgproduktion zu verstehen:
Die Talgdrüsensuppression kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden, je nach eingesetztem Wirkstoff oder Therapieverfahren:
Da Androgene die wichtigsten Stimulatoren der Talgdrüsen sind, zielen viele Therapien auf die Blockade oder Reduktion dieser Hormone ab. Antiandrogene wie Spironolacton oder Cyproteronacetat binden an Androgenrezeptoren und verhindern so die hormonelle Stimulation der Talgdrüsen. Orale Kontrazeptiva mit antiandrogener Wirkung werden bei Frauen eingesetzt, um die Androgenaktivität zu senken und damit die Talgproduktion zu drosseln.
Retinoide (Vitamin-A-Derivate) sind die wirksamsten bekannten Substanzen zur Talgdrüsensuppression. Orales Isotretinoin (13-cis-Retinsäure) bewirkt eine drastische Verkleinerung der Talgdrüsen und reduziert die Sebumproduktion um bis zu 90 %. Es gilt als Goldstandard bei schwerer nodulozystischer Akne. Topische Retinoide wie Tretinoin, Adapalen oder Tazaroten wirken schwächer, aber ebenfalls regulierend auf die Talgdrüsenaktivität.
Verschiedene topisch angewendete Substanzen können die Talgproduktion in der Haut lokal verringern:
Neben medikamentösen Ansätzen gibt es auch nicht-pharmakologische Methoden:
Die Talgdrüsensuppression wird vor allem bei folgenden Erkrankungen und Zuständen eingesetzt:
Je nach Therapieverfahren können verschiedene Nebenwirkungen auftreten:
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