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Die Terpenfraktion bezeichnet einen aus Pflanzen gewonnenen Extrakt, der konzentrierte Terpenverbindungen enthält und vielfältige biologische Wirkungen besitzt.
Die Terpenfraktion bezeichnet einen aus Pflanzen gewonnenen Extrakt, der konzentrierte Terpenverbindungen enthält und vielfältige biologische Wirkungen besitzt.
Der Begriff Terpenfraktion bezeichnet einen durch Extraktion oder Destillation aus pflanzlichem Material gewonnenen Anteil, der vorwiegend aus Terpenen und Terpenoiden besteht. Terpene sind eine große und strukturell vielfältige Klasse organischer Verbindungen, die natürlicherweise in zahlreichen Pflanzen, Harzen, ätherischen Ölen sowie in einigen Tieren und Mikroorganismen vorkommen. Sie bilden die Grundlage für viele Aromen, Düfte und Heilsubstanzen in der Natur.
In der Pharmazie, Phytotherapie und Lebensmittelindustrie wird gezielt eine Terpenfraktion aus Rohstoffen isoliert, um bestimmte Wirkstoffe in konzentrierter Form verfügbar zu machen. Je nach Ausgangspflanze und Extraktionsverfahren kann die Zusammensetzung der Terpenfraktion stark variieren.
Terpene leiten sich biosynthetisch von der Grundeinheit Isopren (C5H8) ab und werden nach der Anzahl dieser Einheiten klassifiziert:
Terpenoide sind chemisch modifizierte Terpene, denen funktionelle Gruppen wie Hydroxy-, Keto- oder Carboxylgruppen hinzugefügt wurden, was ihre biologische Aktivität häufig erhöht.
Zur Isolierung von Terpenfraktionen werden verschiedene Verfahren eingesetzt:
Terpenfraktionen aus verschiedenen Pflanzen werden in der Medizin und Naturheilkunde intensiv erforscht. Zu den am besten untersuchten biologischen Wirkungen zählen:
In der Pharmaindustrie werden isolierte Terpenfraktionen als Grundlage für Medikamente genutzt. Bekannte Beispiele sind Paclitaxel (Taxol) aus der Pazifischen Eibe als Krebstherapeutikum sowie Artemisinin aus dem Einjährigen Beifuß als Antimalariamittel. Auch in der Dermatologie, z. B. in Form von Birkenteerextrakten (Betulin-reiche Terpenfraktionen), finden sie Verwendung.
In pflanzlichen Heilmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln werden Terpenfraktionen aus Pflanzen wie Weihrauch (Boswellia serrata), Ginkgo biloba, Rosmarin oder Zitrusfrüchten eingesetzt. Die standardisierte Terpenfraktion aus Ginkgo biloba -- enthaltend Ginkgolide und Bilobalide -- ist ein gut untersuchtes Beispiel mit nachgewiesener Wirkung auf die zerebrale Durchblutung.
Terpenfraktionen aus Zitrusfrüchten, Gewürzen und Kräutern werden als natürliche Aromen und Konservierungsstoffe in der Lebensmittelindustrie genutzt. Limonenfraktionen aus Orangenschalen beispielsweise verleihen Getränken und Backwaren ihr charakteristisches Aroma.
Ätherische Öle und ihre Terpenfraktionen bilden die Grundlage vieler Parfüme, Hautpflegeprodukte und Aromatherapieanwendungen. Monoterpene wie Linalool, Geraniol oder Citronellol sind typische Bestandteile kosmetischer Formulierungen.
Obwohl Terpenfraktionen natürlichen Ursprungs sind, bedeutet dies nicht, dass sie grundsätzlich unbedenklich sind. Folgende Aspekte sind zu beachten:
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