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Ein Thyreostatikum ist ein Medikament, das die übermäßige Produktion von Schilddrüsenhormonen hemmt. Es wird vor allem bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) eingesetzt.
Ein Thyreostatikum ist ein Medikament, das die übermäßige Produktion von Schilddrüsenhormonen hemmt. Es wird vor allem bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) eingesetzt.
Ein Thyreostatikum (Mehrzahl: Thyreostatika) ist ein Arzneimittel, das gezielt die Produktion von Schilddrüsenhormonen – insbesondere Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) – in der Schilddrüse hemmt. Diese Medikamente werden hauptsächlich zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) eingesetzt, bei der die Schilddrüse zu viele Hormone produziert und dadurch verschiedene Körperfunktionen beschleunigt.
Thyreostatika werden bei folgenden Erkrankungen und Situationen eingesetzt:
Thyreostatika greifen in die Biosynthese der Schilddrüsenhormone ein. Die wichtigsten Wirkstoffe sind Thiamazol, Carbimazol (ein Prodrug von Thiamazol) und Propylthiouracil (PTU). Sie hemmen das Enzym Thyreoperoxidase (TPO), das für die Jodierung von Tyrosinresten im Thyreoglobulin notwendig ist – ein entscheidender Schritt bei der Hormonsynthese.
Propylthiouracil hat zusätzlich den Effekt, die periphere Umwandlung von T4 in das biologisch aktivere T3 zu hemmen, was bei der Behandlung schwerer Hyperthyreosen vorteilhaft sein kann.
Da bereits gespeicherte Schilddrüsenhormone im Körper vorhanden sind, tritt die Wirkung von Thyreostatika erst nach einigen Wochen vollständig ein.
Die Dosierung von Thyreostatika wird individuell durch den behandelnden Arzt festgelegt und richtet sich nach dem Schweregrad der Hyperthyreose sowie dem Ansprechen auf die Therapie. Typische Dosierungshinweise:
Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 12–18 Monate, insbesondere bei Morbus Basedow. Regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenwerte (TSH, T3, T4) sind während der Therapie notwendig.
Thyreostatika sind im Allgemeinen gut verträglich, können aber folgende Nebenwirkungen verursachen:
Patienten unter Thyreostatika-Therapie sollten bei ungewöhnlichen Symptomen – insbesondere Halsschmerzen, Fieber oder Gelbsucht – umgehend einen Arzt aufsuchen.
Thyreostatika sind häufig die erste Behandlungsoption bei Hyperthyreose. Je nach Ursache, Schweregrad und individuellem Patientenprofil können jedoch auch folgende Therapien in Betracht gezogen werden:
Nach einer dauerhaften Reduktion der Schilddrüsenfunktion durch Radiojod oder Operation ist oft eine lebenslange Substitutionstherapie mit Levothyroxin notwendig.
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