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Die Tiefe Hirnstimulation (THS) ist ein neurochirurgisches Verfahren, bei dem Elektroden ins Gehirn implantiert werden, um Nervenzellen gezielt elektrisch zu stimulieren und Symptome neurologischer Erkrankungen zu lindern.
Die Tiefe Hirnstimulation (THS) ist ein neurochirurgisches Verfahren, bei dem Elektroden ins Gehirn implantiert werden, um Nervenzellen gezielt elektrisch zu stimulieren und Symptome neurologischer Erkrankungen zu lindern.
Die Tiefe Hirnstimulation (THS), auch bekannt als Deep Brain Stimulation (DBS), ist ein etabliertes neurochirurgisches Verfahren, bei dem dünne Elektroden in spezifische Bereiche des Gehirns implantiert werden. Diese Elektroden senden kontinuierliche elektrische Impulse aus, die fehlerhafte Nervensignale unterdrücken oder modulieren und dadurch die Symptome bestimmter neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen erheblich lindern können. Das Verfahren gilt als eine der bedeutendsten Entwicklungen der modernen Neurologie und Neurochirurgie.
Das System der Tiefen Hirnstimulation besteht aus drei Hauptkomponenten:
Der Neurostimulator kann von äußen programmiert werden, sodass Frequenz, Amplitude und Impulsbreite der elektrischen Stimulation individuell angepasst werden können. Durch die präzise Stimulation bestimmter Gehirnareale werden überaktive oder fehlerhafte Schaltkreise reguliert, ohne gesundes Hirngewebe dauerhaft zu schädigen.
Die Tiefe Hirnstimulation wird bei verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt, bei denen medikamentöse Therapien nicht ausreichend wirksam sind:
Je nach Erkrankung werden unterschiedliche Hirnareale stimuliert:
Der Eingriff erfolgt in der Regel in zwei Phasen. In der ersten Phase werden die Elektroden unter Verwendung eines stereotaktischen Rahmens und bildgebender Verfahren (MRT, CT) mit höchster Präzision in das Zielgebiet des Gehirns implantiert. Häufig wird der Patient während dieser Phase bei Bewusstsein gehalten, um die korrekte Elektrodenplatzierung durch Testimpulse zu überprüfen. In der zweiten Phase wird der Impulsgeber in Vollnarkose unter der Haut eingepflanzt und mit den Elektroden verbunden. Nach dem Eingriff folgt eine individuelle Programmierphase, in der die Stimulationsparameter optimiert werden.
Wie jeder neurochirurgische Eingriff birgt die Tiefe Hirnstimulation Risiken:
Die Tiefe Hirnstimulation gilt bei geeigneten Patienten als hochwirksam. Bei Morbus Parkinson kann sie die motorischen Symptome um bis zu 50–70 % reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessern. Bei essentiellem Tremor erreichen viele Patienten eine nahezu vollständige Kontrolle des Zitterns. Das Verfahren heilt die zugrundeliegende Erkrankung nicht, kann jedoch Symptome langfristig und reversibel lindern, da der Impulsgeber jederzeit ausgeschaltet oder angepasst werden kann.
Die Auswahl geeigneter Patienten erfolgt durch ein interdisziplinäres Team aus Neurologen, Neurochirurgen, Psychiatern und Psychologen. Grundvoraussetzungen sind in der Regel:
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