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Tonsillitis ist eine Entzündung der Gaumenmandeln, häufig durch Viren oder Bakterien verursacht. Sie geht typischerweise mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Fieber einher.
Tonsillitis ist eine Entzündung der Gaumenmandeln, häufig durch Viren oder Bakterien verursacht. Sie geht typischerweise mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Fieber einher.
Die Tonsillitis – auch als Mandelentzündung oder Angina tonsillaris bekannt – ist eine Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillen), zweier lymphatischer Gewebestrukturen, die sich links und rechts im hinteren Rachenbereich befinden. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, kann aber in jedem Lebensalter auftreten.
Man unterscheidet zwischen der akuten Tonsillitis, die plötzlich einsetzt und in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen abheilt, und der chronischen Tonsillitis, bei der wiederkehrende oder dauerhaft anhaltende Entzündungen vorliegen.
Die Tonsillitis wird in den meisten Fällen durch Krankheitserreger ausgelöst:
Weitere Risikofaktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, enger Kontakt zu infizierten Personen, kalte Jahreszeiten sowie Rauchen.
Die typischen Beschwerden einer Tonsillitis umfassen:
Bei Kindern kann zusätzlich Übelkeit oder Bauchschmerzen auftreten.
Die Diagnose wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung gestellt. Der Arzt oder die Ärztin inspiziert den Rachenraum und beurteilt den Zustand der Mandeln. Zur Unterscheidung zwischen viraler und bakterieller Ursache stehen folgende Methoden zur Verfügung:
Der sogenannte McIsaac-Score oder Centor-Score hilft Ärzten klinisch einzuschätzen, wie wahrscheinlich eine Streptokokkeninfektion vorliegt.
Bei viraler Ursache gibt es keine spezifische antivirale Therapie. Die Behandlung erfolgt symptomatisch:
Bei nachgewiesener bakterieller Infektion durch Streptokokken wird eine Antibiotikatherapie empfohlen, in der Regel mit Penicillin V über 7 bis 10 Tage. Bei Penicillinallergie können Alternativen wie Amoxicillin-Clavulansäure oder Makrolide eingesetzt werden. Die vollständige Einnahme des Antibiotikums ist wichtig, um Komplikationen wie ein rheumatisches Fieber oder eine Glomerulonephritis zu vermeiden.
Bei häufig wiederkehrenden (rezidivierenden) oder chronischen Mandelentzündungen kann eine operative Entfernung der Gaumenmandeln – die sogenannte Tonsillektomie – in Betracht gezogen werden. Als Richtwert gelten in der Regel mindestens 5–7 behandlungsbedürftige Episoden pro Jahr. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und wird in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde durchgeführt.
In seltenen Fällen kann eine unbehandelte oder schwere Tonsillitis zu Komplikationen führen:
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