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Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist eine Infektion durch den Parasiten Toxoplasma gondii, die das ungeborene Kind gefährden kann. Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend.
Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist eine Infektion durch den Parasiten Toxoplasma gondii, die das ungeborene Kind gefährden kann. Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend.
Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Während die Erkrankung bei gesunden Erwachsenen meist harmlos verläuft, kann sie in der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft birgt das Risiko, dass der Erreger über die Plazenta auf das Kind übergeht – man spricht dann von einer konnatalen Toxoplasmose.
Der Erreger Toxoplasma gondii kommt weltweit vor. Die Hauptübertragungswege für Schwangere sind:
Bei immunkompetenten Schwangeren verläuft die Toxoplasmose in etwa 80–90 % der Fälle symptomlos oder mit sehr milden, grippeähnlichen Beschwerden:
Da die Symptome unspezifisch sind, bleibt die Infektion bei der Mutter häufig unbemerkt.
Das Risiko einer Übertragung auf das Kind und der Schweregrad der Schädigung hängen stark vom Zeitpunkt der Infektion in der Schwangerschaft ab:
Mögliche Folgen für das Kind umfassen Hydrozephalus (Wasserkopf), intrakranielle Verkalkungen, Augenschäden (Chorioretinitis), Entwicklungsverzögerungen und neurologische Beeinträchtigungen.
Die Diagnose einer Toxoplasmose in der Schwangerschaft erfolgt durch Blutuntersuchungen, bei denen spezifische Antikörper (IgG und IgM) gegen Toxoplasma gondii gemessen werden:
Bei Verdacht auf eine kindliche Beteiligung kann eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung mittels PCR) durchgeführt werden, um den Erreger direkt nachzuweisen. Ergänzend werden Ultraschalluntersuchungen eingesetzt, um mögliche kindliche Schäden zu erkennen.
Wenn eine akute Toxoplasmose in der Schwangerschaft festgestellt wird, erfolgt die Behandlung mit Antibiotika, um das Risiko einer Übertragung auf das Kind zu reduzieren und mögliche Schäden zu minimieren:
Die Therapie sollte immer in enger Absprache mit einem spezialisierten Arzt oder einer spezialisierten Ärztin erfolgen.
Da es keinen zugelassenen Impfstoff gegen Toxoplasmose gibt, ist die Prävention durch hygienische Maßnahmen besonders wichtig:
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