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Die Tränendrüse ist eine exokrine Drüse, die Tränenflüssigkeit produziert und so die Augenoberfläche befeuchtet und schützt.
Die Tränendrüse ist eine exokrine Drüse, die Tränenflüssigkeit produziert und so die Augenoberfläche befeuchtet und schützt.
Die Tränendrüse (lateinisch: Glandula lacrimalis) ist eine exokrine Drüse, die sich im äußeren oberen Bereich der Augenhöhle (Orbita) befindet. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den wässrigen Anteil der Tränenflüssigkeit zu produzieren. Diese Flüssigkeit befeuchtet, ernährt und schützt die Oberfläche des Auges und der Bindehaut. Die Tränendrüse gehört zum sogenannten Tränenapparat, der neben der Drüse selbst auch die Tränenwege umfasst, durch die die Tränenflüssigkeit abgeleitet wird.
Die Tränendrüse ist eine paarig angelegte Drüse, das heißt, sie kommt in beiden Augen vor. Sie liegt im Bereich des Augenlids unter dem Knochen der Stirnbeins (Fossa glandulae lacrimalis) und wird durch den Muskel des Oberlids in zwei Anteile unterteilt:
Etwa 10 bis 12 feine Ausführungsgänge münden in den oberen Bindehautsack und transportieren die Tränenflüssigkeit auf die Augenoberfläche.
Die Tränendrüse produziert kontinuierlich eine geringe Menge Basistränenflüssigkeit, die die Augenoberfläche feucht hält. Bei Reizung oder emotionaler Reaktion kann die Produktion erheblich gesteigert werden (Reflextränen bzw. emotionale Tränen). Die Tränenflüssigkeit erfüllt mehrere wichtige Aufgaben:
Die Dakryoadenitis ist eine Entzündung der Tränendrüse. Sie kann akut (z. B. durch Viren wie Mumpsviren oder Epstein-Barr-Virus) oder chronisch (z. B. im Rahmen von Autoimmunerkrankungen wie dem Sjögren-Syndrom) verlaufen. Symptome sind Schwellung, Rötung und Schmerzen im äußeren Oberlid.
Beim Sjögren-Syndrom handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Tränendrüsen und Speicheldrüsen durch das eigene Immunsystem angegriffen werden. Dies führt zu chronisch trockenen Augen (Keratoconjunctivitis sicca) und trockenem Mund.
Neubildungen der Tränendrüse sind selten, können jedoch gutartig (z. B. pleomorphes Adenom) oder bösartig (z. B. adenoid-zystisches Karzinom) sein. Sie äußern sich häufig durch eine langsam zunehmende Schwellung im äußeren Oberlid und erfordern eine gründliche diagnostische Abklärung.
Eine verminderte Funktion der Tränendrüse kann zum Trockenen Auge führen, medizinisch als Keratoconjunctivitis sicca bezeichnet. Betroffene leiden unter Brennen, Fremdkörpergefühl, Rötung und verschwommenem Sehen. Ursachen können altersbedingte Veränderungen, hormonelle Einflüsse, Medikamente oder Autoimmunerkrankungen sein.
Zur Beurteilung der Tränendrüse und ihrer Funktion stehen verschiedene diagnostische Methoden zur Verfügung:
Die Behandlung von Erkrankungen der Tränendrüse richtet sich nach der Ursache:
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