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Die Ubiquinolbiosynthesekapazität beschreibt die Fähigkeit des Körpers, Ubiquinol – die aktive Form von Coenzym Q10 – selbst herzustellen. Sie nimmt mit dem Alter ab und beeinflusst die Zellenergie und antioxidativen Schutz.
Die Ubiquinolbiosynthesekapazität beschreibt die Fähigkeit des Körpers, Ubiquinol – die aktive Form von Coenzym Q10 – selbst herzustellen. Sie nimmt mit dem Alter ab und beeinflusst die Zellenergie und antioxidativen Schutz.
Die Ubiquinolbiosynthesekapazität bezeichnet die Fähigkeit des menschlichen Organismus, Ubiquinol – die biologisch aktive, reduzierte Form von Coenzym Q10 (CoQ10) – eigenständig zu synthetisieren. Ubiquinol ist ein fettlösliches Molekül, das eine zentrale Rolle in der mitochondrialen Energiegewinnung sowie als starkes Antioxidans spielt. Die körpereigene Synthesekapazität ist kein fixer Wert, sondern wird von zahlreichen biologischen und äußeren Faktoren beeinflusst.
Ubiquinol wird im Körper über einen komplexen biochemischen Stoffwechselweg synthetisiert, der eng mit der Cholesterinbiosynthese (Mevalonat-Weg) verknüpft ist. Ausgangsstoffe sind Aminosäuren wie Tyrosin sowie Isoprenoide, die aus Acetyl-CoA gebildet werden. Die Synthese findet hauptsächlich in der Leber statt, jedoch sind alle körpereigenen Zellen prinzipiell zur Produktion befähigt.
Der fertig synthetisierte Stoff liegt zunächst als oxidierte Form (Ubiquinon) vor und wird anschließend enzymatisch in die aktive, antioxidativ wirksame Form Ubiquinol umgewandelt. Diese Umwandlung erfordert ausreichend funktionsfähige Enzyme sowie essentielle Kofaktoren wie Vitamin B6, Vitamin C und verschiedene Spurenelemente.
Eine eingeschränkte Ubiquinolbiosynthesekapazität kann sich in verschiedenen klinischen Bildern niederschlagen. Da Ubiquinol eine Schlüsselrolle in der mitochondrialen Atmungskette spielt, kann ein Defizit die zelluläre ATP-Produktion (Energiegewinnung) beeinträchtigen. Betroffen sind vor allem Gewebe mit hohem Energiebedarf wie Herzmuskel, Gehirn, Skelettmuskulatur und Nieren.
Klinisch relevante Zusammenhänge bestehen mit folgenden Bereichen:
Die Ubiquinolbiosynthesekapazität lässt sich nicht direkt messen. Klinisch wird stattdessen der Ubiquinolspiegel im Blutplasma bestimmt. Da Ubiquinol im Blut hauptsächlich an Lipoproteine gebunden vorliegt, wird es häufig in Relation zum Gesamtcholesterin oder LDL-Cholesterin angegeben. Normalerweise macht Ubiquinol über 90 % des gesamten Coenzym-Q10-Pools im Blut aus. Ein erniedrigter Anteil kann auf eine verminderte Syntheseleistung oder einen erhöhten oxidativen Verbrauch hinweisen.
Bei nachlassender körpereigener Synthesekapazität kann die orale Einnahme von Ubiquinol-Supplementen sinnvoll sein. Ubiquinol wird dabei besser bioverfügbar resorbiert als die oxidierte Form Ubiquinon, da der Körper keine zusätzliche Umwandlung vornehmen muss. Übliche Dosierungen in klinischen Studien liegen zwischen 100 und 300 mg täglich, wobei die Einnahme mit fettreichen Mahlzeiten die Absorption verbessert. Vor einer Supplementierung sollte stets ärztlicher Rat eingeholt werden.
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