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Ein Übergangswirbel ist ein anatomisch veränderter Wirbel an der Grenze zweier Wirbelsäulenabschnitte. Er kann Rückenschmerzen und Fehlstellungen verursachen.
Ein Übergangswirbel ist ein anatomisch veränderter Wirbel an der Grenze zweier Wirbelsäulenabschnitte. Er kann Rückenschmerzen und Fehlstellungen verursachen.
Ein Übergangswirbel bezeichnet einen Wirbel der Wirbelsäule, der an der Grenze zwischen zwei Wirbelsäulenabschnitten liegt und anatomische Merkmale beider benachbarter Abschnitte aufweist. Diese Variante entsteht, wenn sich ein Wirbel im Laufe der embryonalen Entwicklung nicht vollständig einem der beiden angrenzenden Wirbelsäulenabschnitte zuordnen lässt. Am häufigsten tritt diese Besonderheit im Bereich des Übergangs zwischen der Lendenwirbelsäule (LWS) und dem Kreuzbein auf – man spricht dann von einem lumbosacralen Übergangswirbel (auch bekannt als Bertolotti-Syndrom). Seltener kommt er im Bereich des Hals-Brust- oder Brust-Lenden-Übergangs vor.
Die Entstehung eines Übergangswirbels ist auf eine Störung der embryonalen Segmentierung der Wirbelsäule zurückzuführen. Im Normalfall entwickeln sich beim Menschen 7 Halswirbel, 12 Brustwirbel, 5 Lendenwirbel, 5 Kreuzbeinwirbel und 4–5 Steißbeinwirbel. Bei einem Übergangswirbel kommt es zu einer Sakralisierung (der fünfte Lendenwirbel wird dem Kreuzbein angegliedert) oder einer Lumbalisation (der erste Kreuzbeinwirbel nimmt die Form eines Lendenwirbels an). Die genaue Ursache ist genetisch bedingt und gilt als angeborene anatomische Variante.
Die Einteilung lumbosacraler Übergangswirbel erfolgt häufig nach der Castellvi-Klassifikation, die vier Typen unterscheidet:
Viele Betroffene mit einem Übergangswirbel haben keine Beschwerden und bemerken die anatomische Variante nie. Bei einem Teil der Patienten treten jedoch typische Symptome auf:
Die Diagnose eines Übergangswirbels wird in der Regel durch bildgebende Verfahren gestellt:
Wichtig ist dabei die genaue Zählung der Wirbel, da die anatomische Variante die korrekte Nummerierung erschwert und bei operativen Eingriffen zu Verwechslungen führen kann.
Eine Behandlung ist nur dann notwendig, wenn der Übergangswirbel Beschwerden verursacht. Die Therapie richtet sich nach der Intensität der Symptome und umfasst:
Bei anhaltenden, therapieresistenten Schmerzen kann ein operativer Eingriff in Betracht gezogen werden. Mögliche Verfahren sind die Resektion (Entfernung) des veränderten Querfortsatzes oder, in seltenen Fällen, eine Wirbelsäulenstabilisierung (Fusion). Operationen werden jedoch nur bei strenger Indikation und nach Ausschöpfung konservativer Maßnahmen empfohlen.
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