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Die Ulkustherapie umfasst alle Maßnahmen zur Behandlung von Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren. Ziel ist die Abheilung der Schleimhaut und die Vorbeugung von Rückfällen.
Die Ulkustherapie umfasst alle Maßnahmen zur Behandlung von Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren. Ziel ist die Abheilung der Schleimhaut und die Vorbeugung von Rückfällen.
Die Ulkustherapie bezeichnet die Gesamtheit aller medizinischen Maßnahmen zur Behandlung eines Ulkus (Geschwür) im Magen-Darm-Trakt. Am häufigsten betroffen sind der Magen (Ulcus ventriculi) und der Zwölffingerdarm (Ulcus duodeni). Ein Ulkus entsteht, wenn die schützende Schleimhautbarriere des Verdauungstrakts beschädigt wird und die darunter liegenden Gewebeschichten freigelegt werden.
Bevor die Therapie geplant werden kann, muss die Ursache des Geschwürs ermittelt werden. Die häufigsten Ursachen sind:
Typische Beschwerden, die eine Ulkustherapie notwendig machen können, sind:
Die wichtigste diagnostische Maßnahme ist die Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie, ÖGD). Dabei kann der Arzt das Geschwür direkt beurteilen, eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen und gleichzeitig auf eine H.-pylori-Infektion testen. Weitere Diagnosemöglichkeiten umfassen den Atemtest oder einen Stuhlantigentest auf H. pylori.
Falls eine Infektion mit Helicobacter pylori nachgewiesen wird, ist die sogenannte Eradikationstherapie die wichtigste Behandlungssäule. Hierbei werden für 7 bis 14 Tage mehrere Medikamente kombiniert:
Bei Therapieversagen wird auf eine Quadrupel-Therapie mit einem zusätzlichen Wirkstoff (z. B. Bismut) umgestellt.
Unabhängig von der Ursache bilden Protonenpumpenhemmer (PPI) das Fundament der Ulkustherapie. Sie senken den Säuregehalt im Magen, sodass die Schleimhaut abheilen kann. Die Behandlung dauert in der Regel 4 bis 8 Wochen. Alternativ können H2-Rezeptorenblocker wie Ranitidin (sofern verfügbar) eingesetzt werden.
Falls das Ulkus durch die Einnahme von NSAR verursacht wurde, sollten diese Medikamente nach Möglichkeit abgesetzt oder durch magenverträglichere Alternativen ersetzt werden. Bei notwendiger Weitereinnahme wird ein PPI als Magenschutz dauerhaft begleitend verordnet.
Bei Komplikationen wie einer Ulkusblutung wird im Rahmen der Magenspiegelung eine sofortige endoskopische Blutstillung durchgeführt (z. B. durch Unterspritzung oder Clipsetzung). In seltenen Fällen, etwa bei einem Ulkusdurchbruch (Perforation) oder bei therapieresistenten Geschwüren, ist ein chirurgischer Eingriff notwendig.
Ergänzend zur medikamentösen Therapie werden folgende Maßnahmen empfohlen:
Bei konsequenter Durchführung der Ulkustherapie heilen die meisten Geschwüre vollständig ab. Durch die erfolgreiche Eradikation von H. pylori sinkt das Rückfallrisiko erheblich. Ohne Behandlung der Grundursache ist das Risiko für ein erneutes Auftreten jedoch hoch.
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