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Das Unterhautfettgewebe ist eine Fettschicht direkt unter der Haut, die als Energiespeicher, Wärmeisolierung und mechanischer Schutz dient.
Das Unterhautfettgewebe ist eine Fettschicht direkt unter der Haut, die als Energiespeicher, Wärmeisolierung und mechanischer Schutz dient.
Das Unterhautfettgewebe (auch subkutanes Fettgewebe oder Subkutis genannt) ist die unterste Schicht der Haut und liegt direkt unter der Lederhaut (Dermis). Es besteht hauptsächlich aus Fettzellen (Adipozyten), die in einem lockeren Netz aus Bindegewebsfasern und kleinen Blutgefäßen eingebettet sind. Diese Schicht ist im gesamten Körper vorhanden, ist jedoch je nach Körperregion, Geschlecht, Alter und Ernährungszustand unterschiedlich stark ausgeprägt.
Das Unterhautfettgewebe setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:
Das Unterhautfettgewebe ist eines der größten Energiedepots des menschlichen Körpers. Gespeicherte Triglyceride werden bei erhöhtem Energiebedarf – etwa bei körperlicher Aktivität oder Nahrungsmangel – durch einen Prozess namens Lipolyse abgebaut und als freie Fettsäuren in die Blutbahn abgegeben.
Fettgewebe leitet Wärme schlecht und wirkt daher als natürliche Isolationsschicht. Es reduziert den Wärmeverlust des Körpers an die Umgebung und hilft, die Körperkerntemperatur stabil zu halten.
Die Fettschicht polstert innere Organe, Muskeln und Knochen und schützt sie vor äußeren mechanischen Einwirkungen wie Stößen oder Druck.
Das Fettgewebe ist ein aktives endokrines Organ. Es produziert verschiedene Adipokine – Botenstoffe wie Leptin (reguliert das Sättigungsgefühl), Adiponektin (wirkt entzündungshemmend und verbessert die Insulinsensitivität) sowie weitere Hormone, die den Stoffwechsel, das Immunsystem und den Energiehaushalt beeinflussen.
Das subkutane Fettgewebe trägt maßgeblich zur äußerlichen Körperform und Körperkontur bei. Die geschlechtsspezifische Fettverteilung – zum Beispiel an Hüfte und Oberschenkeln bei Frauen oder am Bauch bei Männern – wird hormonell gesteuert.
Eine übermäßige Zunahme des Unterhautfettgewebes ist ein Merkmal von Übergewicht und Adipositas. Obwohl subkutanes Fett als metabolisch weniger gefährlich gilt als viszerales Fett (Bauchfett um die inneren Organe), kann ein stark erhöhter Anteil langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen beitragen.
Bei der Lipodystrophie handelt es sich um einen krankhaften Verlust oder eine fehlerhafte Verteilung des Körperfetts, einschließlich des Unterhautfettgewebes. Diese Erkrankung kann genetisch bedingt oder erworben sein und ist häufig mit Stoffwechselstörungen verbunden.
Das Unterhautfettgewebe ist ein häufiger Injektionsort für Medikamente wie Insulin, Heparin oder Impfstoffe. Subkutane Injektionen (s.c.) ermöglichen eine langsame und gleichmäßige Resorption der Wirkstoffe.
Verfahren wie die Liposuktion (Fettabsaugung) zielen auf das Unterhautfettgewebe ab, um Körperkonturen zu verändern. Auch bei Hauttransplantationen und Wundverschlüssen spielt die Subkutis eine wichtige Rolle.
Die Dicke und Zusammensetzung des Unterhautfettgewebes kann mit verschiedenen Methoden beurteilt werden:
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