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Urinnitrit ist ein Marker im Urinbefund, der auf eine bakterielle Harnwegsinfektion hinweisen kann. Ein positiver Nitritbefund entsteht, wenn bestimmte Bakterien Nitrat in Nitrit umwandeln.
Urinnitrit ist ein Marker im Urinbefund, der auf eine bakterielle Harnwegsinfektion hinweisen kann. Ein positiver Nitritbefund entsteht, wenn bestimmte Bakterien Nitrat in Nitrit umwandeln.
Urinnitrit bezeichnet den Nachweis von Nitrit im Urin, der im Rahmen einer Urinuntersuchung (Urinstatus oder Urinteststreifen) bestimmt wird. Nitrit kommt normalerweise nicht oder nur in sehr geringen Mengen im Urin vor. Ein positiver Nitritwert gilt als wichtiger Hinweis auf eine bakterielle Infektion der Harnwege.
Im menschlichen Körper wird mit der Nahrung aufgenommenes Nitrat über den Blutkreislauf in die Nieren gefiltert und gelangt so in den Urin. Bestimmte Bakterien, die die Harnwege besiedeln, besitzen Enzyme (sogenannte Nitratreduktasen), mit denen sie das harmlose Nitrat in Nitrit umwandeln. Dieser biochemische Prozess ist die Grundlage des Nitrit-Nachweises im Urin.
Zu den häufigsten nitritbildenden Bakterien gehören:
Nicht alle Harnwegserreger bilden Nitrit. Bakterien wie Enterokokken, Staphylokokken oder Pseudomonas aeruginosa können Nitrat nicht zu Nitrit reduzieren, weshalb ein negativer Nitritbefund eine Infektion nicht ausschließt.
Der Nitrit-Test im Urin ist ein einfacher und schneller Screeningtest, der häufig als Teil des Urinteststreifens (Urinstix) eingesetzt wird. Er liefert innerhalb weniger Minuten einen ersten Hinweis auf eine mögliche Harnwegsinfektion.
Der Nitrit-Test wird häufig zusammen mit dem Leukozyten-Test (Nachweis weißer Blutkörperchen im Urin) bewertet. Sind beide Tests positiv, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Harnwegsinfektion erheblich.
Ein positiver Urinnitrit-Befund kann folgende Ursachen haben:
Damit Nitrit im Urin nachgewiesen werden kann, müssen die Bakterien ausreichend Zeit hatten, Nitrat umzuwandeln. Der Morgenurin ist daher am besten geeignet, da er eine längere Verweildauer in der Blase hat. Folgende Faktoren können das Testergebnis beeinflussen:
Ein positiver Nitritbefund allein reicht für eine gesicherte Diagnose nicht aus. Die weitere Abklärung umfasst:
Die Behandlung richtet sich nach dem nachgewiesenen Erreger und dem klinischen Bild. Bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen werden in der Regel Antibiotika eingesetzt, z. B. Nitrofurantoin, Fosfomycin oder Trimethoprim. Bei komplizierten Infektionen oder Pyelonephritis kann eine längere Therapie oder eine intravenöse Gabe notwendig sein. Die Auswahl des Antibiotikums sollte, wenn möglich, auf Basis des Antibiogramms erfolgen.
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