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Die Urinsäurediagnostik misst den Harnsäurespiegel im Blut oder Urin. Sie dient der Erkennung von Gicht, Nierensteinen und Stoffwechselstörungen.
Die Urinsäurediagnostik misst den Harnsäurespiegel im Blut oder Urin. Sie dient der Erkennung von Gicht, Nierensteinen und Stoffwechselstörungen.
Die Urinsäurediagnostik bezeichnet die medizinische Untersuchung des Harnsäurespiegels im menschlichen Körper. Harnsäure ist ein Abbauprodukt von Purinen, die in vielen Lebensmitteln vorkommen und beim Zellstoffwechsel entstehen. Eine gestörte Harnsäureregulation kann zu verschiedenen Erkrankungen führen, weshalb die Diagnostik eine wichtige Rolle in der Inneren Medizin, Rheumatologie und Nephrologie spielt.
Die häufigste Methode ist die Bestimmung der Harnsäurekonzentration im Blutserum. Dabei wird dem Patienten eine kleine Blutprobe entnommen und im Labor analysiert. Die Normwerte liegen in der Regel bei:
Werte oberhalb dieser Grenzwerte werden als Hyperurikämie (erhöhter Harnsäurespiegel) bezeichnet. Eine Hyperurikämie ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Gicht.
Bei der 24-Stunden-Urinsammlung wird der gesamte Urin eines Tages aufgefangen und die darin ausgeschiedene Harnsäuremenge bestimmt. Diese Methode liefert Informationen darüber, ob der Körper zu viel Harnsäure produziert oder zu wenig über die Nieren ausscheidet. Normalerweise werden täglich 250 – 750 mg Harnsäure im Urin ausgeschieden.
In bestimmten Situationen kann auch eine einfache Spontanurinprobe analysiert werden, um das Verhältnis von Harnsäure zu Kreatinin zu berechnen. Diese Methode ist weniger aufwendig, aber auch weniger präzise als die 24-Stunden-Sammlung.
Die Urinsäurediagnostik wird bei verschiedenen klinischen Fragestellungen angeordnet:
Ein erhöhter Harnsäurewert muss nicht zwingend Beschwerden verursachen. Viele Menschen mit asymptomatischer Hyperurikämie entwickeln nie einen Gichtanfall. Dennoch ist eine dauerhafte Erhöhung ein Risikofaktor für Gicht, Nierensteine und möglicherweise für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein erniedrigter Harnsäurewert (Hypourikämie) ist seltener, kann aber bei bestimmten Nierenerkrankungen oder nach Einnahme bestimmter Medikamente auftreten.
Die Interpretation der Messwerte sollte stets im Zusammenhang mit den klinischen Beschwerden, der Ernährungsanamnese und weiteren Laborparametern wie Kreatinin und dem glomerulären Filtrationswert (GFR) erfolgen.
Verschiedene Faktoren können den Harnsäurespiegel beeinflussen und bei der Diagnostik berücksichtigt werden:
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