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Der Urinsäurewert gibt die Konzentration der Harnsäure im Blut an. Erhöhte Werte können auf Gicht oder Nierenprobleme hinweisen.
Der Urinsäurewert gibt die Konzentration der Harnsäure im Blut an. Erhöhte Werte können auf Gicht oder Nierenprobleme hinweisen.
Der Begriff Urinsäurewert bezieht sich auf die Konzentration der Harnsäure (auch: Urat) im Blut oder im Urin. Harnsäure ist ein natürliches Abbauprodukt des Purinstoffwechsels – also des Abbauprozesses von Purinen, die in vielen Lebensmitteln und körpereigenen Zellen vorkommen. Der Wert wird meist im Rahmen einer Blutuntersuchung bestimmt und dient als wichtiger Marker für Erkrankungen wie Gicht, Nierenprobleme oder Stoffwechselstörungen.
Die Normwerte der Harnsäure im Blut können je nach Labor und Messmethode leicht variieren. Als allgemeine Richtwerte gelten:
Nach der Menopause können die Werte bei Frauen auf ein ähnliches Niveau wie bei Männern ansteigen. Werte über 6,8 mg/dl gelten als kritische Schwelle, ab der Harnsäurekristalle im Gewebe ausfallen können.
Ein erhöhter Harnsäurespiegel (Fachbegriff: Hyperurikämie) kann verschiedene Ursachen haben:
Auch ein zu niedriger Harnsäurewert (Hypourikämie) ist möglich, tritt jedoch seltener auf. Mögliche Ursachen sind:
Eine Hyperurikämie verläuft häufig lange Zeit symptomlos. Erst wenn sich Harnsäurekristalle in Gelenken, Geweben oder Nieren ablagern, können Beschwerden auftreten:
Der Urinsäurewert wird durch eine einfache Blutuntersuchung bestimmt. Dabei wird die Serumharnsäure gemessen. In bestimmten Fällen – etwa zur Abklärung von Nierensteinen – kann auch eine 24-Stunden-Urinsammlung angeordnet werden, um die ausgeschiedene Harnsäuremenge zu messen. Bei Verdacht auf Gicht kann eine Gelenkpunktion (Synovialflüssigkeitsanalyse) zur Kristalluntersuchung hilfreich sein.
Bei erhöhten Werten empfehlen Ärzte zunächst eine Anpassung des Lebensstils:
Bei dauerhaft erhöhten Werten oder wiederkehrenden Gichtanfällen kann eine medikamentöse Behandlung notwendig sein:
Bei plötzlich auftretenden Gelenkschmerzen, Schwellungen oder Rötungen – insbesondere am Großzeh – sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn Blutuntersuchungen wiederholt erhöhte Harnsäurewerte zeigen, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, um langfristige Schäden an Gelenken und Nieren zu verhindern.
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