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Urolithin A ist ein natürlicher Metabolit, der im Darm aus pflanzlichen Polyphenolen entsteht und die Zellgesundheit, Mitochondrienfunktion und Muskelkraft unterstützt.
Urolithin A ist ein natürlicher Metabolit, der im Darm aus pflanzlichen Polyphenolen entsteht und die Zellgesundheit, Mitochondrienfunktion und Muskelkraft unterstützt.
Urolithin A ist eine bioaktive Substanz, die im menschlichen Körper durch die Umwandlung von pflanzlichen Polyphenolen – insbesondere Ellagitanninen und Ellagsäure – durch Darmbakterien entsteht. Diese Verbindungen kommen in Nahrungsmitteln wie Granatäpfeln, Walnüssen und bestimmten Beeren vor. Urolithin A gehört zur chemischen Gruppe der Urolithine, einer Familie von Dibenzo[b,d]furan-2-ol-Derivaten.
Bemerkenswert ist, dass nicht alle Menschen Urolithin A in ausreichenden Mengen produzieren können, da die Umwandlung von der individuellen Zusammensetzung des Darmmikrobioms abhängt. Schätzungen zufolge sind nur etwa 30–40 % der Bevölkerung in der Lage, relevante Mengen dieser Substanz zu synthetisieren.
Urolithin A wirkt über mehrere molekulare Mechanismen, die auf zellulärer Ebene eine bedeutende Rolle spielen:
Klinische Studien haben gezeigt, dass die Supplementierung mit Urolithin A die Muskelfunktion und Muskelausdauer verbessern kann. Insbesondere bei älteren Erwachsenen wurde eine Verbesserung der Gehgeschwindigkeit und Muskelkraft beobachtet, was auf eine potenzielle Bedeutung bei der Prävention von Sarkopenie (altersbedingtem Muskelschwund) hinweist.
Da die Mitophagie mit zunehmendem Alter abnimmt, gerät die Zellerneuerung aus dem Gleichgewicht. Urolithin A kann diesen Rückgang teilweise kompensieren und trägt damit zur Erhaltung der zellulären Gesundheit bei. In präklinischen Modellen verlangsamte die Substanz altersassoziierte Funktionsverluste in verschiedenen Geweben.
Urolithin A zeigt in Tierstudien und frühen klinischen Untersuchungen positive Effekte auf den Glukosestoffwechsel und die Insulinsensitivität. Es könnte daher eine Rolle bei der Prävention von metabolischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes spielen, wobei weitere klinische Studien beim Menschen notwendig sind.
Als Produkt des intestinalen Mikrobioms ist Urolithin A eng mit der Darmgesundheit verknüpft. Es zeigt schützende Effekte auf die Darmschleimhaut und kann zur Aufrechterhaltung einer gesunden Darmbarriere beitragen.
Da die endogene Produktion von Urolithin A stark von der individuellen Darmmikrobiota abhängt, sind orale Nahrungsergänzungsmittel mit synthetisch hergestelltem oder isoliertem Urolithin A eine Möglichkeit, einen zuverlässigen Blutspiegel zu erreichen. Entsprechende Produkte sind als Kapseln oder Pulver erhältlich.
In klinischen Studien wurden Dosierungen von 500 mg bis 2000 mg täglich eingesetzt, die gut verträglich und sicher erscheinen. Urolithin A gilt nach aktuellem Wissenstand als sicher (GRAS-Status in den USA). Dennoch sollte vor einer Supplementierung ärztlicher Rat eingeholt werden, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten.
Urolithin A entsteht nicht direkt in Lebensmitteln, sondern wird im Darm aus Ellagitanninen und Ellagsäure gebildet. Lebensmittel, die reich an diesen Vorläufersubstanzen sind, umfassen:
Urolithin A wird in bisherigen Studien gut vertragen. Unerwünschte Wirkungen sind selten und mild, gelegentlich werden leichte gastrointestinale Beschwerden berichtet. Langzeitsicherheitsdaten beim Menschen sind noch begrenzt, weshalb laufende Forschungsarbeiten wichtig sind.
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