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Urothelzellschutzmarker sind biologische Kenngrößen, die den Schutzstatus der Harnwegschleimhaut anzeigen. Sie helfen, Schäden am Urothel frühzeitig zu erkennen.
Urothelzellschutzmarker sind biologische Kenngrößen, die den Schutzstatus der Harnwegschleimhaut anzeigen. Sie helfen, Schäden am Urothel frühzeitig zu erkennen.
Urothelzellschutzmarker sind biologische Parameter – also messbare Kenngrößen aus Blut, Urin oder Gewebe – die Auskunft darüber geben, wie gut die Schutzfunktion des Urothels erhalten ist. Das Urothel ist die spezialisierte Schleimhaut, die die Innenwand der Harnwege auskleidet: Sie bedeckt die Nierenkelche, den Harnleiter, die Harnblase und die obere Harnröhre. Diese Schleimhaut bildet eine wichtige Barriere gegenüber dem aggressiven Milieu des Harns und gegensüber potenziell schädlichen Substanzen.
Das Urothel erfüllt mehrere zentrale Aufgaben:
Ist diese Schutzfunktion gestört, können entzündliche Erkrankungen, Infektionen oder degenerative Veränderungen entstehen.
Glykosaminoglykane sind lange Zuckerkettenmolekule, die Teil der schützenden Oberflächenschicht des Urothels sind. Sie werden im Urin gemessen und gelten als Marker für die Integrität der Blasenschleimhaut. Ein niedriger GAG-Spiegel im Urin kann auf eine geschädigte Schutzschicht hinweisen, wie sie etwa bei der interstitiellen Zystitis (einer chronisch schmerzhaften Blasenerkrankung) vorkommt.
Uroplakin sind spezifische Membranproteine, die ausschließlich im Urothel vorkommen. Sie werden in Gewebeproben und im Urin nachgewiesen und dienen sowohl als diagnostische Marker für Urothelgewebe als auch als Hinweis auf die strukturelle Unversehrtheit der Zellen.
E-Cadherin und verwandte Tight-Junction-Proteine halten die Urothelzellen fest zusammen und sichern so die Barrierefunktion. Ein Verlust dieser Proteine wird mit erhöhter Durchlässigkeit der Schleimhaut und einem größeren Risiko für Infektionen oder maligne Veränderungen assoziiert.
Im weiteren Sinne zählen auch NMP22 (Nuclear Matrix Protein 22) und BTA (Bladder Tumor Antigen) zu den Urothelzellmarkern. Sie werden im Urin gemessen und sind erhöht, wenn Urothelzellen durch Tumorwachstum geschädigt oder verändert sind. Sie dienen primär der Früherkennung und Verlaufskontrolle des Urothelkarzinoms (Blasenkrebs).
Urothelzellschutzmarker werden in verschiedenen medizinischen Kontexten eingesetzt:
Die Bestimmung von Urothelzellschutzmarkern erfolgt über verschiedene Verfahren:
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