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VCAM-1 ist ein Zelladhäsionsmolekül auf Gefäßendothelzellen, das bei Entzündungsreaktionen eine zentrale Rolle spielt und mit Arteriosklerose sowie Autoimmunerkrankungen assoziiert ist.
VCAM-1 ist ein Zelladhäsionsmolekül auf Gefäßendothelzellen, das bei Entzündungsreaktionen eine zentrale Rolle spielt und mit Arteriosklerose sowie Autoimmunerkrankungen assoziiert ist.
VCAM-1 (Vascular Cell Adhesion Molecule-1, auch bekannt als CD106) ist ein Glykoprotein, das zur Immunglobulin-Superfamilie gehört. Es wird hauptsächlich auf der Oberfläche von Endothelzellen – den Zellen, die die innere Wand von Blutgefäßen auskleiden – exprimiert. VCAM-1 fungiert als Andockstelle für bestimmte Immunzellen und ermöglicht deren Migration aus dem Blut in entzündetes Gewebe.
VCAM-1 bindet an das Integrin VLA-4 (α4β1), das auf der Oberfläche von Leukozyten (weiße Blutkörperchen), insbesondere Monozyten und Lymphozyten, vorkommt. Diese Bindung ist ein entscheidender Schritt im Entzündungsprozess:
Diese Vorgänge sind essenziell für eine normale Immunabwehr, können jedoch bei überschießender Aktivierung zur Gewebsschädigung führen.
Eine der wichtigsten klinischen Assoziationen von VCAM-1 besteht mit der Arteriosklerose (Verhärtung und Verengung der Arterien). In frühen arteriosklerotischen Läsionen wird VCAM-1 auf dem Gefäßendothel verstärkt exprimiert, wodurch Monozyten in die Gefäßwand einwandern und zur Plaquebildung beitragen. Ein erhöhter sVCAM-1-Spiegel (lösliche Form) im Blut gilt als möglicher Biomarker für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.
Bei zahlreichen Autoimmunerkrankungen ist die VCAM-1-Expression erhöht, darunter:
VCAM-1 spielt auch bei der Tumorbiologie eine Rolle. Es kann die Adhäsion von Tumorzellen an das Endothel fördern und ist damit an der Hämatogenen Metastasierung beteiligt. Darüber hinaus wird es im Knochenmark-Mikroumfeld bei hämatologischen Neoplasien wie dem Multiplen Myelom untersucht.
Die lösliche Form von VCAM-1 (sVCAM-1) kann im Blutserum gemessen werden und dient in der klinischen Forschung als Marker für:
Obwohl sVCAM-1 in der klinischen Routine noch kein Standardparameter ist, wird es in der Forschung intensiv als prognostischer und diagnostischer Biomarker untersucht.
Aufgrund seiner zentralen Rolle bei Entzündungsprozessen ist VCAM-1 ein attraktives therapeutisches Zielmolekül. Ansätze zur Hemmung der VCAM-1/VLA-4-Interaktion werden klinisch genutzt oder untersucht:
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