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Venendrainageförderung bezeichnet Maßnahmen zur Verbesserung des venösen Blutflusses aus den Extremitäten zum Herzen. Sie hilft bei Schwellungen und Venenleiden.
Venendrainageförderung bezeichnet Maßnahmen zur Verbesserung des venösen Blutflusses aus den Extremitäten zum Herzen. Sie hilft bei Schwellungen und Venenleiden.
Der Begriff Venendrainageförderung beschreibt alle therapeutischen und präventiven Maßnahmen, die den Abfluss von venösem Blut – also dem sauerstoffarmen Blut – aus den Extremitäten, insbesondere den Beinen, zurück zum Herzen unterstützen. Das venöse System arbeitet gegen die Schwerkraft und ist auf verschiedene Mechanismen angewiesen, um das Blut effizient zu transportieren. Ist dieser Transport gestört, kann es zu Stauungen, Schwellungen (Ödemen) und langfristig zu ernsthaften Venenleiden kommen.
Das venöse Blut wird durch drei wesentliche Mechanismen in Richtung Herz befördert:
Ist einer dieser Mechanismen gestört oder geschwächt, ist eine gezielte Venendrainageförderung angezeigt.
Maßnahmen zur Venendrainageförderung kommen bei folgenden Beschwerden und Erkrankungen zum Einsatz:
Die Kompressionstherapie ist eine der wirksamsten Methoden zur Venendrainageförderung. Durch medizinische Kompressionsstrümpfe oder -verbände wird von außen Druck auf das Bein ausgeübt, wodurch die Venen zusammengedrückt und der venöse Rückfluss verbessert wird. Es gibt verschiedene Kompressionsklassen (1–4), die je nach Schweregrad der Erkrankung eingesetzt werden.
Bei der manuellen Lymphdrainage führt ein ausgebildeter Therapeut sanfte, rhythmische Massagetechniken durch, die gezielt den Lymph- und venösen Abfluss aus den betroffenen Körperregionen fördern. Sie wird häufig bei Ödemen und Lymphstauungen verordnet.
Die apparative intermittierende Kompression nutzt spezielle aufblasbare Manschetten, die rhythmisch Druck auf die Beine ausüben und so den venösen und lymphatischen Abfluss mechanisch unterstützen. Sie wird sowohl in der Klinik als auch in der Heimtherapie eingesetzt.
Regelmäßige körperliche Aktivität ist essenziell für eine funktionierende Venendrainage. Besonders wirksam sind:
Venentherapeutika wie Extrakte aus Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), Roter Weinrebe oder Buchweizen können die Venenwand stärken, die Durchlässigkeit der kleinen Blutgefäße verringern und venöse Beschwerden lindern. Sie sind als ergänzende Behandlung bei leichter bis mittelschwerer chronisch venöser Insuffizienz anerkannt.
Die regelmäßige Hochlagerung der Beine – idealerweise über das Herzniveau – nutzt die Schwerkraft, um den venösen Rückfluss passiv zu unterstützen. Sie ist besonders bei Abend-Ödemen und nach langem Stehen empfehlenswert.
Wechselweise warme und kalte Wasseranwendungen trainieren die Gefäßmuskulatur und fördern die venöse Durchblutung. Kneipp-Anwendungen wie Wassertreten oder Kaltgüsse sind klassische und wirkungsvolle Methoden zur Venendrainageförderung.
Im Alltag lassen sich folgende Maßnahmen zur Vorbeugung venöser Beschwerden umsetzen:
Bei folgenden Symptomen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden:
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