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Die Venenthromboseprophylaxe umfasst alle Maßnahmen zur Vorbeugung von Blutgerinnseln in den Venen. Sie ist besonders nach Operationen oder bei langer Bettruhe wichtig.
Die Venenthromboseprophylaxe umfasst alle Maßnahmen zur Vorbeugung von Blutgerinnseln in den Venen. Sie ist besonders nach Operationen oder bei langer Bettruhe wichtig.
Die Venenthromboseprophylaxe bezeichnet alle vorbeugenden Maßnahmen, die verhindern sollen, dass sich Blutgerinnsel (Thromben) in den Venen bilden. Solche Gerinnsel entstehen vor allem in den tiefen Beinvenen und können gefährliche Folgeerkrankungen wie eine Lungenembolie verursachen, wenn sie sich lösen und in die Lunge gelangen. Die Prophylaxe ist ein zentrales Element der modernen Patientenversorgung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
Nicht jeder Mensch trägt das gleiche Risiko, eine Venenthrombose zu entwickeln. Bestimmte Situationen und Erkrankungen erhöhen das Risiko deutlich:
Anhand dieser Risikofaktoren wird individuell eingeschätzt, welche prophylaktischen Maßnahmen notwendig sind.
Physikalische Methoden fördern den Blutfluss in den Venen und reduzieren so das Risiko einer Gerinnselbildung:
Bei erhöhtem Thromboserisiko werden zusätzlich gerinnungshemmende Medikamente eingesetzt:
Gerinnungshemmende Medikamente greifen an verschiedenen Stellen der Gerinnungskaskade ein – das ist die Abfolge von biochemischen Reaktionen, die zur Bildung eines Blutgerinnsels führen. Heparine verstärken die Wirkung des körpereigenen Gerinnungshemmers Antithrombin, während direkte orale Antikoagulanzien gezielt bestimmte Gerinnungsfaktoren (Faktor Xa oder Thrombin) blockieren. Dadurch wird das Blut weniger gerinnungsfähig, ohne die normale Blutungsstillung vollständig zu unterbinden.
Wie lange eine Thromboseprophylaxe durchgeführt werden muss, hängt vom individuellen Risiko und der Grunderkrankung ab. Nach einfachen Operationen kann sie wenige Tage betragen, nach größeren orthopädischen Eingriffen (z. B. Hüftgelenksersatz) kann sie bis zu 35 Tage andauern. Bei dauerhaft erhöhtem Risiko (z. B. bei Tumorerkrankungen) kann eine Langzeitprophylaxe notwendig sein.
Die wichtigste Nebenwirkung der medikamentösen Thromboseprophylaxe ist ein erhöhtes Blutungsrisiko. Bei der Anwendung von Heparinen kann es in seltenen Fällen zu einer gefährlichen Reaktion namens Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) kommen, bei der paradoxerweise neue Gerinnsel entstehen. Daher sind regelmäßige Blutbildkontrollen notwendig. Physikalische Maßnahmen wie Kompressionsstrümpfe sind im Allgemeinen gut verträglich, sollten aber bei arteriellen Durchblutungsstörungen nur mit ärztlicher Rücksprache eingesetzt werden.
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