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Vibrionen in der Ostsee sind wärmeliebende Bakterien, die bei hohen Wassertemperaturen zunehmen und beim Menschen ernsthafte Infektionen verursachen können.
Vibrionen in der Ostsee sind wärmeliebende Bakterien, die bei hohen Wassertemperaturen zunehmen und beim Menschen ernsthafte Infektionen verursachen können.
Vibrionen sind gram-negative, kommaförmige Bakterien der Gattung Vibrio, die natürlich in salz- und brackwasserhaltigen Gewässern vorkommen. Die Ostsee bietet aufgrund ihres niedrigen Salzgehalts und der in den Sommermonaten steigenden Wassertemperaturen ideale Bedingungen für das Wachstum bestimmter Vibrio-Arten. Besonders relevante Arten sind Vibrio vulnificus, Vibrio cholerae non-O1/non-O139 und Vibrio parahaemolyticus.
Vibrionen vermehren sich bei Wassertemperaturen über 20 °C besonders stark. Durch den Klimawandel sind wärmere Sommer und damit häufigere Vibrionen-Blüten an der Ostsee zu beobachten. Eine Infektion kann auf zwei Wegen entstehen:
Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, chronischen Nierenerkrankungen oder offenen Wunden.
Gelangen Vibrionen über eine Wunde in den Körper, kann sich eine Wundinfektion entwickeln, die sich durch Rötung, Schwellung, Schmerzen und eitrige Sekretion auszeichnet. In schweren Fällen entsteht eine lebensbedrohliche nekrotisierende Fasziitis (Zerstörung von Weichgewebe), die sofortige medizinische Intervention erfordert.
Nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel kann es zu wässrigem Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfen kommen. Die Symptome treten meist innerhalb von 4 bis 96 Stunden nach der Exposition auf.
Bei immungeschwächten Personen kann Vibrio vulnificus eine primäre Septikämie (Blutvergiftung) auslösen, die mit Fieber, Schüttelfrost, Blutdruckabfall und Hautverfärbungen einhergeht und eine hohe Sterblichkeitsrate aufweist.
Die Diagnose einer Vibrionen-Infektion erfolgt durch:
Es ist wichtig, den behandelnden Arzt über den Kontakt mit Ostseewasser zu informieren, damit gezielt auf Vibrio-Arten getestet werden kann.
Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Infektion:
Folgende Vorsichtsmaßnahmen helfen, das Infektionsrisiko zu minimieren:
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