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Viszerales Fett ist Bauchfett, das sich tief im Körperinneren um die Organe anlagert. Es gilt als gesundheitlich riskanter als Unterhautfett und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenViszerales Fett ist Bauchfett, das sich tief im Körperinneren um die Organe anlagert. Es gilt als gesundheitlich riskanter als Unterhautfett und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.
Viszerales Fett (auch Viszeralfett oder intraabdominales Fett genannt) ist eine spezifische Form von Körperfett, die sich tief im Bauchraum befindet und die inneren Organe umhüllt. Dazu gehören unter anderem Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm und Nieren. Im Gegensatz zum sogenannten subkutanen Fett, das direkt unter der Haut liegt und sichtbar sowie tastbar ist, liegt viszerales Fett tief im Körperinneren und ist von außen nicht direkt erkennbar.
Viszerales Fett ist metabolisch aktiv, das bedeutet, es gibt aktiv Stoffe in den Blutkreislauf ab, die verschiedene Körperfunktionen beeinflussen. Genau diese Eigenschaft macht es besonders relevant für die Gesundheit.
Die Entstehung von übermäßigem viszeralem Fett wird durch mehrere Faktoren begünstigt:
Viszerales Fett ist nicht nur ein passiver Energiespeicher. Es ist hormonell und metabolisch aktiv und setzt sogenannte Adipokine und entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) frei. Diese Substanzen können:
Ein erhöhter Anteil an viszeralem Fett ist ein wesentlicher Bestandteil des sogenannten metabolischen Syndroms, einem Cluster aus Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Insulinresistenz und Bauchübergewicht.
Viszerales Fett kann nicht direkt durch einfaches Wiegen oder den Body-Mass-Index (BMI) bestimmt werden, da der BMI keine Auskunft über die Fettverteilung gibt. Folgende Methoden werden zur Beurteilung eingesetzt:
Die gute Nachricht ist, dass viszerales Fett im Vergleich zu subkutanem Fett gut auf Lebensstiländerungen anspricht. Folgende Maßnahmen sind wirksam:
Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker, wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln und einem hohen Anteil an Ballaststoffen, Gemüse, magerem Protein und gesunden Fettsäuren (z. B. aus Olivenöl, Avocado, fettem Fisch) kann viszerales Fett effektiv reduzieren. Intermittierendes Fasten zeigt in Studien ebenfalls positive Effekte.
Sowohl Ausdauertraining (z. B. Joggen, Radfahren, Schwimmen) als auch Krafttraining helfen beim Abbau von viszeralem Fett. Regelmäßige körperliche Aktivität von mindestens 150 Minuten moderater Intensität pro Woche wird von der WHO empfohlen.
Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung können den Cortisolspiegel senken und damit die viszerale Fettansammlung hemmen.
Ausreichend Schlaf (7-9 Stunden pro Nacht für Erwachsene) ist wichtig für die hormonelle Balance und die Regulierung des Körpergewichts.
In bestimmten Fällen, insbesondere bei starkem Übergewicht oder Adipositas, können medizinische Maßnahmen wie eine ärztlich begleitete Diättherapie, Medikamente (z. B. GLP-1-Rezeptoragonisten) oder bariatrische Chirurgie in Betracht gezogen werden. Diese sollten immer in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen.
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