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Die Vitalstoffbiokinetik beschreibt, wie der Körper essentielle Nährstoffe aufnimmt, verteilt, verarbeitet und ausscheidet. Sie ist entscheidend für eine optimale Nährstoffversorgung.
Die Vitalstoffbiokinetik beschreibt, wie der Körper essentielle Nährstoffe aufnimmt, verteilt, verarbeitet und ausscheidet. Sie ist entscheidend für eine optimale Nährstoffversorgung.
Der Begriff Vitalstoffbiokinetik setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Vitalstoffe – also essentielle Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe – sowie Biokinetik, die Wissenschaft von der Bewegung und dem Verhalten von Substanzen im lebenden Organismus. Die Vitalstoffbiokinetik beschreibt somit den gesamten Weg, den Vitalstoffe im menschlichen Körper zurücklegen: von der Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt bis hin zur Verteilung in die Gewebe, der Verwertung in Stoffwechselprozessen und der schließlichen Ausscheidung über Niere, Darm oder Haut.
Das Verständnis der Vitalstoffbiokinetik ist sowohl in der klinischen Ernährungsmedizin als auch in der Entwicklung von Nahrungsergänzungsmitteln von zentraler Bedeutung, da es erklärt, warum nicht jeder Nährstoff in gleicher Form und Menge gleich gut wirkt.
Angelehnt an das pharmakologische ADME-Modell lässt sich die Vitalstoffbiokinetik in vier wesentliche Phasen unterteilen:
Die Absorption bezeichnet die Aufnahme von Vitalstoffen aus dem Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf oder das Lymphsystem. Die Resorptionsrate ist dabei von zahlreichen Faktoren abhängig:
Nach der Resorption werden Vitalstoffe über das Blut in die verschiedenen Gewebe und Organe verteilt. Einige Nährstoffe wie fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) werden in Fettgewebe und Leber gespeichert, während wasserlösliche Vitamine (B-Komplex, Vitamin C) kaum gespeichert werden und regelmäßig zugeführt werden müssen. Transportproteine spielen bei der Verteilung eine wichtige Rolle, etwa Transferrin für Eisen oder Transcobalamin für Vitamin B12.
Viele Vitalstoffe müssen im Körper erst in ihre biologisch aktive Form umgewandelt werden. So wird beispielsweise:
Leber und Darm sind die zentralen Stoffwechselorgane für die Biotransformation von Vitalstoffen.
Die Ausscheidung nicht verwerteter oder überschüssiger Vitalstoffe erfolgt hauptsächlich über die Nieren (im Urin) oder über die Galle und den Darm (in den Fäzes). Wasserlösliche Vitalstoffe werden bei Überversorgung rasch renal ausgeschieden, was das Toxizitätsrisiko bei diesen Stoffen in der Regel niedrig hält. Fettlösliche Vitamine hingegen akkumulieren im Körper und können bei dauerhafter Überdosierung toxisch wirken (Hypervitaminose).
Die individuelle Vitalstoffbiokinetik wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die in der Praxis berücksichtigt werden sollten:
In der Ernährungsmedizin und Supplementierung ist das Wissen um die Vitalstoffbiokinetik unerlässlich. Es erklärt, warum:
Die Vitalstoffbiokinetik ist damit ein zentrales Konzept für die personalisierte Ernährungsmedizin und die gezielte Supplementierungsstrategie.
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