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Ein Vitamin-E-Mangel beschreibt einen zu niedrigen Spiegel des fettlöslichen Vitamins E im Körper. Er kann zu neurologischen Störungen, Muskelschwäche und einem geschwächten Immunsystem führen.
Ein Vitamin-E-Mangel beschreibt einen zu niedrigen Spiegel des fettlöslichen Vitamins E im Körper. Er kann zu neurologischen Störungen, Muskelschwäche und einem geschwächten Immunsystem führen.
Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das als wichtiges Antioxidans im menschlichen Körper wirkt. Es schützt Zellen vor oxidativem Stress, unterstützt das Immunsystem und ist an der Signalübertragung in Nerven- und Muskelzellen beteiligt. Ein Vitamin-E-Mangel liegt vor, wenn der Blutspiegel des Vitamins unter den normalen Referenzbereich fällt – in der Regel unter 12 µmol/l für Alpha-Tocopherol, die biologisch aktivste Form des Vitamins.
Ein Vitamin-E-Mangel ist in der westlichen Welt bei gesunden Erwachsenen mit ausgewogener Ernährung selten. Häufiger tritt er als Folge von Erkrankungen oder besonderen Lebensumständen auf:
Die Symptome eines Vitamin-E-Mangels entwickeln sich meist schleichend und betreffen vor allem das Nerven- und Muskelsystem:
Die Diagnose eines Vitamin-E-Mangels erfolgt primär über eine Blutuntersuchung. Dabei wird der Serumspiegel von Alpha-Tocopherol gemessen. Da Vitamin E an Lipoproteine gebunden transportiert wird, sollte der Wert idealerweise in Relation zu den Gesamtlipiden oder zum Cholesterin bewertet werden. Ergänzend können neurologische Untersuchungen und gegebenenfalls genetische Tests zur Abklärung einer AVED durchgeführt werden.
Bei leichtem Mangel kann eine gezielte Anpassung der Ernährung hilfreich sein. Gute Vitamin-E-Quellen sind:
Bei schwererem Mangel oder wenn eine Malabsorption vorliegt, ist eine Supplementierung mit Vitamin-E-Präparaten notwendig. Die Dosierung richtet sich nach der Schwere des Mangels und der Grunderkrankung. Bei AVED können sehr hohe Dosen unter ärztlicher Aufsicht erforderlich sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 11–15 mg Alpha-Tocopherol-Äquivalenten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) legt den tolerierbaren oberen Aufnahmewert für Erwachsene bei 300 mg pro Tag fest.
Da ein Vitamin-E-Mangel häufig Folge einer anderen Erkrankung ist, muss stets auch die Ursache behandelt werden, um eine nachhaltige Verbesserung zu erzielen.
Besonders gefährdet für einen Vitamin-E-Mangel sind:
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