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Wundheilungsproteine sind körpereigene oder zugeführte Eiweiße, die den Prozess der Geweberegeneration nach einer Verletzung aktiv unterstützen und beschleunigen.
Wundheilungsproteine sind körpereigene oder zugeführte Eiweiße, die den Prozess der Geweberegeneration nach einer Verletzung aktiv unterstützen und beschleunigen.
Ein Wundheilungsprotein ist ein Eiweiß (Protein), das direkt an der biologischen Reparatur von geschädigtem Gewebe beteiligt ist. Solche Proteine können vom Körper selbst produziert werden oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder medizinischen Präparaten zugeführt werden. Sie spielen eine zentrale Rolle in allen Phasen der Wundheilung – von der ersten Blutstillung bis zur abschließenden Narbenbildung.
Die Wundheilung verläuft in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen, in denen verschiedene Proteine aktiv sind:
Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Strukturprotein im menschlichen Körper und bildet das Grundgerüst neuen Gewebes. Es gibt der Haut, den Sehnen und anderen Strukturen ihre Festigkeit und Elastizität. Bei der Wundheilung wird Kollagen vom Körper neu synthetisiert, um das beschädigte Gewebe zu ersetzen.
Wachstumsfaktoren sind eine Gruppe von Signalproteinen, die das Zellwachstum, die Zellteilung und die Wanderung von Zellen zur Wunde steuern. Zu den bekanntesten zählen:
Fibronektin ist ein Glykoprotein, das als eine Art biologischer Klebstoff fungiert. Es verbindet Zellen mit der extrazellulären Matrix und unterstützt die Zellmigration zur Wunde hin. Zudem aktiviert es Immunzellen und fördert die Gewebereparatur.
Albumin ist das häufigste Protein im Blutplasma und trägt zur Aufrechterhaltung des onkotischen Drucks sowie zum Transport von Nährstoffen bei. Ein ausreichender Albuminspiegel ist essenziell für eine optimale Wundheilung, da Mangelzustände den Heilungsprozess erheblich verlangsamen können.
Eine ausreichende Proteinzufuhr über die Nahrung ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Wundheilung. Proteinmangel kann dazu führen, dass der Körper nicht genügend Baumaterial für die Geweberegeneration bereitstellt. Besonders relevante Nährstoffe sind:
In der modernen Medizin werden Wundheilungsproteine gezielt eingesetzt, um chronische Wunden (z. B. diabetischer Fuß, Dekubitus) oder schwer heilende postoperative Wunden zu behandeln. Zu den therapeutischen Ansätzen zählen:
Wenn eine Wunde nach 2–3 Wochen keine deutlichen Heilungszeichen zeigt, stark gerötet, geschwollen oder eitrig ist, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen oder ein geschwächtes Immunsystem können die Aktivität von Wundheilungsproteinen beeinträchtigen und professionelle Wundversorgung erfordern.
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