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Xenobiotikabioaktivierung bezeichnet die Umwandlung körperfremder Stoffe in reaktive, oft toxische Verbindungen durch den Stoffwechsel. Dieser Prozess spielt eine zentrale Rolle in der Toxikologie und Pharmakologie.
Xenobiotikabioaktivierung bezeichnet die Umwandlung körperfremder Stoffe in reaktive, oft toxische Verbindungen durch den Stoffwechsel. Dieser Prozess spielt eine zentrale Rolle in der Toxikologie und Pharmakologie.
Der Begriff Xenobiotikabioaktivierung beschreibt einen biochemischen Prozess, bei dem körperfremde Substanzen – sogenannte Xenobiotika – durch enzymatische Reaktionen im menschlichen Organismus in biologisch aktive, häufig reaktive Zwischenprodukte umgewandelt werden. Das Wort setzt sich aus dem griechischen „xenos“ (fremd), „bios“ (Leben) und „Aktivierung“ zusammen. Zu den Xenobiotika zählen Arzneimittel, Umweltgifte, Nahrungsinhaltsstoffe sowie industrielle Chemikalien.
Im Unterschied zur Biotransformation, die allgemein die Verstoffwechselung von Fremdstoffen beschreibt, bezeichnet die Bioaktivierung speziell jene Fälle, in denen ein ursprünglich wenig oder nicht toxisches Ausgangsmolekuel durch den Metabolismus in eine reaktive oder toxische Verbindung umgewandelt wird. Diese reaktiven Metaboliten können dann mit zellulären Makromolekülen wie DNA, Proteinen oder Lipiden reagieren und Zellschäden, Mutationen oder sogar Krebserkrankungen auslösen.
Die Bioaktivierung von Xenobiotika erfolgt hauptsächlich in der Leber, findet aber auch in Darm, Nieren, Lunge und anderen Organen statt. Die wichtigsten beteiligten Enzymsysteme sind:
In der Phase I werden Xenobiotika durch Oxidation, Reduktion oder Hydrolyse chemisch verändert. Dabei entstehen häufig reaktive Zwischenprodukte. Ein klassisches Beispiel ist die Umwandlung von Benzo[a]pyren (einem polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff aus Zigarettenrauch) durch CYP1A1 und CYP1B1 über ein Epoxid-Intermediat zum hochreaktiven Benzo[a]pyren-7,8-diol-9,10-epoxid, das kovalent an die DNA bindet und Mutationen verursacht.
In der Phase II werden die primären Metaboliten mit hydrophilen Molekülen (z. B. Glucuronsäure, Sulfat, Glutathion) verknüpft, um ihre Ausscheidung zu erleichtern. Obwohl die Phase II meist zur Entgiftung dient, können bestimmte Konjugate ebenfalls reaktiv sein. So bildet beispielsweise die Sulfatkonjugation von N-Hydroxy-2-aminofluoren ein hochreaktives Nitrenium-Ion.
Das Verständnis der Xenobiotikabioaktivierung ist für mehrere medizinische und wissenschaftliche Bereiche von großer Bedeutung:
Die Effizienz und das Ausmaß der Bioaktivierung werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
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