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Yamswurzelflavonoide sind pflanzliche Bioaktivstoffe aus der Yamswurzel (Dioscorea spp.) mit antioxidativen, entzündungshemmenden und hormonell modulierenden Eigenschaften.
Yamswurzelflavonoide sind pflanzliche Bioaktivstoffe aus der Yamswurzel (Dioscorea spp.) mit antioxidativen, entzündungshemmenden und hormonell modulierenden Eigenschaften.
Yamswurzelflavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Yamswurzel (Dioscorea spp.) vorkommen. Flavonoide sind eine große Gruppe polyphenolischer Verbindungen, die in vielen Pflanzen natürlich vorkommen und zahlreiche biologische Aktivitäten aufweisen. In der Yamswurzel treten sie gemeinsam mit anderen bioaktiven Substanzen wie Diosgenin, Dioscorin und Stärke auf und tragen zur gesundheitlichen Wirkung dieser Pflanze bei.
Die Yamswurzel wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin Asiens, Afrikas und Lateinamerikas eingesetzt. Ihre Flavonoide gelten als wesentlicher Bestandteil der pharmakologischen Wirkung und werden in modernen wissenschaftlichen Studien zunehmend untersucht.
Die Gattung Dioscorea umfasst über 600 Arten. Besonders relevant für den Flavonoidgehalt sind Arten wie Dioscorea opposita (Chinesische Yamswurzel), Dioscorea villosa (Wilde Yamswurzel) und Dioscorea alata. Die Flavonoide konzentrieren sich vor allem in der Schale und im oberflächennahen Gewebe der Wurzel.
Yamswurzelflavonoide entfalten ihre Wirkung über mehrere molekulare Mechanismen:
Flavonoide sind bekannte Radikalfänger. Sie neutralisieren freie Radikale und reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die Zellschäden verursachen können. Durch die Aktivierung endogener antioxidativer Enzyme wie Superoxiddismutase (SOD) und Katalase schützen sie Zellen vor oxidativem Stress.
Yamswurzelflavonoide hemmen proinflammatorische Signalwege, insbesondere den NF-κB-Signalweg und die Produktion von Entzündungsmediatoren wie Interleukin-6 (IL-6), Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α) und Cyclooxygenase-2 (COX-2). Diese Wirkung kann bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen von Bedeutung sein.
In Verbindung mit dem in der Yamswurzel enthaltenen Diosgenin können Yamswurzelflavonoide schwache östrogenartige Effekte entfalten (phytoöstrogene Aktivität). Dies macht sie für die Forschung im Bereich der Wechseljahrsbeschwerden interessant, wobei die klinische Datenlage noch begrenzt ist.
Durch ihre starke antioxidative Kapazität können Yamswurzelflavonoide dazu beitragen, Zellen vor vorzeitiger Alterung und degenerativen Erkrankungen zu schützen. In präklinischen Studien zeigte sich ein positiver Einfluss auf die zelluläre Gesundheit.
Einige Studien deuten darauf hin, dass Yamswurzelflavonoide die Insulinsensitivität verbessern und den Blutzuckerspiegel regulieren können. Flavonoide wie Quercetin hemmen das Enzym Alpha-Glucosidase, das für den Abbau von Kohlenhydraten im Darm verantwortlich ist, und verlangsamen so den Blutzuckeranstieg nach den Mahlzeiten.
Yamswurzelflavonoide können die Lipidoxidation hemmen und zur Senkung des LDL-Cholesterinspiegels beitragen. Rutin stärkt die Kapillarwände und kann die Durchblutung verbessern. Diese Effekte unterstützen die kardiovaskuläre Gesundheit.
Präklinische Forschungen zeigen, dass Yamswurzelflavonoide neuroprotektive Wirkungen besitzen können. Sie hemmen oxidativen Stress im Gehirn und können die Bildung von Beta-Amyloid-Plaques reduzieren, die mit der Alzheimer-Erkrankung assoziiert sind. Die Datenlage beim Menschen ist jedoch noch nicht ausreichend, um klinische Empfehlungen abzuleiten.
Als pflanzliche Verbindungen mit schwacher phytoöstrogener Aktivität werden Yamswurzelflavonoide traditionell zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Wissenschaftliche Belege aus klinischen Studien sind bislang begrenzt und weitere Forschung ist erforderlich.
Yamswurzelflavonoide werden in der Regel über Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Yamswurzelextrakt aufgenommen. Standardisierte Extrakte enthalten häufig definierte Mengen an Diosgenin als Leitsubstanz. Eine allgemeingültige Dosierungsempfehlung für Flavonoide aus der Yamswurzel existiert bislang nicht, da klinische Studien noch ausstehen. Übliche Dosierungen von Yamswurzelextrakten in Nahrungsergänzungsmitteln liegen zwischen 500 mg und 2.000 mg täglich.
Die Einnahme sollte stets in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen, insbesondere bei bestehenden hormonabhängigen Erkrankungen oder der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente.
Yamswurzelflavonoide gelten bei oraler Einnahme in üblichen Mengen als allgemein gut verträglich. Folgende Punkte sind jedoch zu beachten:
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